Leichtathletik
Ein Hauch von Olympia im Aarauer Schachen

Der deutsche 400-Meter-Läufer und Olympionike Thomas Schneider sorgte für einen Stadionrekord am Aarauer Abendmeeting. Es war aber bei Weitem nicht die einzige Top-Leistung. Auch über 100 und 200 Meter gab es Klassezeiten.

Dominique Stark
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Olympiateilnehmer Thomas Schneider überzeugte auch im Schachen.

Olympiateilnehmer Thomas Schneider überzeugte auch im Schachen.

Keystone

Beim Aarauer Abendmeeting sorgten gleich drei Athleten für Meetingrekorde.

Die Disziplinensieger

Männer: 100 m: Maximilian Kriese (De) 10,64. 200 m: M. Kriese 21,20. 400 m: Thomas Schneider (De) 47,48. 800 m: Guillaume Laurent (Lausanne-Sports) 1:53,42. 5000 m: Matthias Merz (BTV Aarau) 15:21,42. 400 m Hürden: Florian Handt (De) 53,26. Hoch: Oliver Meister (BTV Aarau) 1,88. Stab: Jonas Hügli und Patrick von Briel (beide BTV Aarau) 4,32. Weit: Nils Wicki (Old Boys Basel) 6,98. Drei: Andreas Graber (STBern) 15,66. Kugel: Urs Hasler (BTV Aarau) 14,85. Speer: Nicola Müller (TV Riehen) 67,66.

Frauen: 100 m: Julia Schneider (OB Basel) 12,61. 200 m: Simone Werner (OB Basel) 25,17. 800 m: Danja Bühlmann (TV Wohlen) 2:14,65. 5000 m: Mirja Jenni (TVL) 16:11,22. 400 m Hürden: Petra Fontanive (Unterstrass Zürich) 60,88. Hoch: Livia Odermatt (BTV Aarau) 1,65. Weit: Ursula Keller (LAR Windisch) 5,46. Drei: Serena Raffi (TV Wohlen) 10,91. Kugel: Linda Züblin (Bischofszell) 12,80. Speer: Anna Meierhofer (BTV Aarau) 29,94.

Für den jungen Dreispringer Andreas Graber dürfte der Abend in guter Erinnerung bleiben. Bereits in den ersten Versuchen kam er bis auf 5cm an den Stadionrekord von 15,46m heran. Im fünften Versuch verbesserte er die Marke auf 15,48. Trainer und Athlet waren allerdings noch nicht zufrieden. Graber wurde aufgefordert, den Anlauf zu verlängern und volles Risiko zu nehmen. Mit Erfolg: Graber verbesserte seine Leistung um 18cm auf 15,66m, was gleichbedeutend mit einer persönlichen Bestleistung ist.

Deutsches Duo auf Sprintdistanzen

Maximilian Kriese, Vorjahressieger über die 200m, startete dieses Jahr über die 100m und die 200m. Mit Pascal Müller vom BTV Aarau hatte er aber einen ernst zu nehmenden Gegner, der ihm beim Versuch, das Sprintdouble zu gewinnen, einen Strich durch die Rechnung machen wollte. Über die 100m liess er in einer Zeit von 10,64 erwartungsgemäss alle Gegner hinter sich. Auf der halben Bahnrunde kam es dann zum Showdown: Kriese konnte sich leicht von Müller absetzen und erarbeitete sich einen Vorsprung aus der Kurve. Müller, der bekannt für eine sehr schnelle Zielgerade ist, wollte nun aufholen. Doch am Deutschen gab es kein Vorbeikommen. Kriese setzte sich in 21,20 Sekunden vor Müller durch. Kriese, der mit diesen Zeiten gleich zwei Saisonbestleistungen aufstellen konnte, war sehr zufrieden mit seinen Leistungen. Nicht anders war das für Olympionike Thomas Schneider. In starken 47,48 Sekunden setzte er sich klar durch. Er blieb zwar deutlich über seiner persönlichen Bestleistung, aber nach Olympia sei das auch nicht mehr das Ziel gewesen. Ein starker Auftritt zum Saisonabschluss für beide Deutschen.