Der 24-jährige Amerikaner setzte sich mit 198 Punkten Vorsprung auf den Landsmann und zweifachen Weltmeister Trey Hardee durch. Bronze ging an den Kubaner Leonel Suarez.

Seinen an den US-Trials im Heimstadion in Eugene (Oregon) aufgestellten Weltrekord (9039) verpasste Eaton um 167 Punkte. Die grösste Einbusse verzeichnete er im abschliessenden 1500-m-Lauf. Im Wissen, den Sieg auf sicher zu haben, den Weltrekord aber nicht mehr erreichen zu können (er hätte fünfeinhalb Sekunden unter seiner PB bleiben müssen), begnügte sich Eaton mit 4:33,59. Die einzige PB realisierte Eaton im Speerwerfen. Er steigerte sich in der neunten Disziplin um mehr als drei Meter auf 61,96.

Nachdem er Roman Sebrle nach elf Jahren als Weltrekordhalter abgelöst (und die persönliche Bestleistung um fast 300 Punkte übertroffen) hatte, liess Eaton dem Tschechen wenigstens seinen olympischen Rekord. Sebrle hatte 2004 in Athen mit 8893 Punkten triumphiert.

Eaton ist der jüngste Zehnkampf-Olympiasieger seit dem Tschechen Robert Zmelik 1992. Der Vorstoss an die Weltspitze gelang ihm im vergangenen Jahr. Doch an den Weltmeisterschaften in Südkorea musste er noch einmal Hardee den Vortritt lassen.