Leichtathletik

Del Ponte verfehlt Podest trotz starker Leistung

Ajla Del Ponte im Kampf gegen die Weltbesten.

Ajla Del Ponte im Kampf gegen die Weltbesten.

Ajla Del Ponte zeigt beim Diamond-League-Meeting in Rom bei ihrem Saisonabschluss erneut eine starke Leistung. Die Tessinerin bleibt über 100 m zum siebenten Mal in diesem Jahr unter 11,20 Sekunden.

Der Wert von 11,19 bei nahezu Windstille reichte allerdings im Weltklasse-Feld nicht für einen Podestplatz. Elaine Thompson-Herah, der Sprintstar der Frauen bei den Olympischen Spielen von Rio 2016, lief in 10,85 Sekunden zu einer Jahres-Weltbestleistung. Im Sog der Jamaikanerin waren auch Aleia Hobbs (USA/11,12) und Marie-Josée Ta Lou von der Elfenbeinküste (11,14) schneller als die Schweizerin. "Es waren grosse Namen, die mich bezwungen haben. Ich hätte noch ein bisschen besser laufen können, gleichwohl bin ich mit der Leistung zufrieden", sagte Del Ponte.

Lore Hoffmann bot bei ihrer Diamond-League-Premiere eine ansprechende Leistung. Die Walliserin war mit Platz 7 und 2:01,46 Minuten für 800 m aber nicht zufrieden. "Ich habe zu viele Fehler gemacht", sagte sie. In einem taktischen Rennen fand Hoffmann die ideale Position im Feld nicht und lief zu oft auf der Aussenbahn.

Karsten Warholm lieferte einmal mehr eine Weltklasse-Leistung ab. Er spulte die Bahnrunde über 400 m Hürden in 47,07 Sekunden ab. Der junge Norweger bekundet einerseits Pech, dass er immer am möglichen Weltrekord von 46,78 Sekunden gemessen wird, und andererseits fehlt die Konkurrenz, die ihn die letzten Kraftreserven anzapfen lässt. So wie bei Weltklasse Zürich 2019, als sich Warholm gegen den Amerikaner Rai Benjamin in einem Lauf durchsetzte, bei dem beide unter 47 Sekunden einliefen.

Der 24-Jährige Warholm muss sein Rekordvorhaben auf das Jahr 2021 verschieben und darauf hoffen, dass ihn die Gegner aus Übersee wieder pushen werden. Kevin Young hält seit den Olympischen Spielen 1992 in Barcelona den Weltrekord mit 46,78 Sekunden - die noch älteste gültige Bestmarke der Männer auf der Bahn. Warholm näherte sich diesem Wert am 23. August in Stockholm bis auf 9 Hundertstel (46,87). In Rom stellte er den drittbesten Wert seiner Karriere auf.

Der Weltrekordhalter Armand Duplantis griff im Stabhochsprung die Freiluft-Bestmarke von Sergej Bubka an - und schaffte die 6,15 m scheinbar locker. Der für Schweden startende Amerikaner löst somit im Freien den Seriensieger aus der Ukraine ab. Bubka überquerte am 31. Juli 1994 in der Höhe von Sestriere 6,14 m.

Die Leistung von Rom gilt allerdings nicht als Weltrekord, weil im Stabhochsprung kein Unterschied zwischen indoor und outdoor gemacht wird. In der Halle flog Duplantis bereits über 6,18 m.

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