Farah setzte sich in 14:05,82 vor Hayle Ibrahimow aus Aserbaidschan (14:08,32) durch und realisierte an Titelkämpfen bereits sein viertes Double. Wie in Zürich hatte Farah bereits vor vier Jahren an den Europameisterschaften in Barcelona, vor zwei Jahren an den Olympischen Spielen in London als auch vor Jahresfrist an den Weltmeisterschaften in Moskau Gold über 5000 und 10'000 m gewonnen. Neben der holländischen Sprinterin Dafne Schippers ist der 31-Jährige der einzige Athlet, der im Letzigrund zweimal Einzel-Gold holte.

Mahiedine Mekhissi-Benabbad reist derweil ebenfalls noch mit EM-Gold im Gepäck nach Hause. Der Franzose siegte drei Tage nach seiner Disqualifikation im Hindernislauf überlegen über 1500 m. Das Trikot zog Mekhissi-Benabbad auf der Zielgeraden nicht mehr aus, auf überhebliche Gesten verzichtete der 29-Jährige indes nicht. Er dominierte das Rennen nach Belieben und lief vor dem Norweger Henrik Ingebrigtsen und dem Briten Chris O'Hare über die Ziellinie.

Am Donnerstag hatte sich Mekhissi-Benabbad mit einem sinnlosen "Trikot-Strip" einen groben Fauxpas geleistet. Auf dem Weg zu seinem dritten Titel über 3000 m Steeple riss er sich in der Zielkurve das Trikot vom Leib und klemmte es danach sogar zwischen die Zähne. Der Gold-Hattrick war dergestalt von kurzer Dauer, eine Stunde später wurde Mekhissi-Benabbad disqualifiziert.

In den Staffelrennen über 4x400 m setzte sich bei den Männern Grossbritannien und bei den Frauen Frankreich durch. An den Titelkämpfen in Zürich waren die Briten am Ende mit 12 Gold-, 5 Silber- und 6 Bronzemedaillen die erfolgreichste Nation. Ebenfalls 23 Mal Edelmetall gab es für Frankreich, das neunmal über einen EM-Titel jubeln durfte.