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Leichtathletik der Superlative: 13 Weltmeister und 5 Schweizer in Monaco

Die Tessiner Sprinterin Ajla Del Ponte (Mitte) hat in dieser Saison über 100 Meter einen bemerkenswerten Leistungssprung gemacht.

Die Tessiner Sprinterin Ajla Del Ponte (Mitte) hat in dieser Saison über 100 Meter einen bemerkenswerten Leistungssprung gemacht.

Zum Auftakt der Diamond League wird das Leichtathletik-Meeting im Fürstentum zum grössten internationalen Sportanlass seit Ausbruch des Coronavirus im Frühjahr. Auch die Schweizer Komponente ist rekordverdächtig.

Norwegens Leichtathletik-Star Karsten Warholm bringt es auf den Punkt: «Für mich ist Monaco der speziellste Anlass der Saison, weil er das einzig Normale in diesem Jahr ist». Der Weltbeste über 400 m Hürden bezweifelt, dass ihn die Fans auf Dauer über ungewohnte Distanzen oder gegen virtuelle Gegner rennen sehen wollen. Warholm ist einer von 13 aktuellen Weltmeister, die in insgesamt 14 Disziplinen auf der brandneuen Tartanbahn im Stade Louis II im Fürstentum antreten. 5000 Zuschauer im Stadion werden die Aushängeschilder der olympischen Kernsportart anfeuern.

Es ist nach den «Impossible Games» in Oslo im Juni und den «Inspiration Games» im Juli in Zürich der eigentliche Auftakt zur Diamond League. Das Prunkstück der Leichtathletik wird heuer von 14 auf maximal fünf «normale» Anlässe reduziert. Monaco ist aller Voraussicht nach der bestbesetzte Wettkampf des Jahres. Stars wie US-Sprinter Noah Lyles oder Stabhochsprung-Weltmeister Mondo Duplantis treffen auf WM-finalwürdige Starterfelder.

Sonderregeln und ein positiver Olympiasieger

Das Virus ist allerdings auch an der mondänen Mittelmeerküste allgegenwärtig. Die Athleten mussten einen negativen Covid-Test und ein ärztliches Attest unmittelbar vor der Anreise vorweisen. Teilnehmer aus Risikoländern wie den USA oder Kenia wurden nach der Ankunft im Fürstentum ein zweites Mal getestet. Sie durften nur dank einer Sondererlaubnis in den Schengen-Raum einreisen. Trotzdem schaffen es nicht alle bis auf die Startlinie. Kenias Steeple-Olympiasieger Conseslus Kipruto wurde unmittelbar vor Abreise positiv auf Corona getestet.

Bemerkenswert ist auch die Schweizer Präsenz in Monaco. Mit Sprinterin Ajla Del Ponte, Hürdenläufer Jason Joseph, Langstreckenspezialist Julien Wanders, 800-m-Läuferin Selina Büchel sowie Hochspringerin Salomé Lang stehen fünf Vertreter von Swiss Athletics in Einzeldisziplinen auf den Startlisten. Eine in der Diamond League ausserhalb der Schweizer Stationen Zürich und Lausanne einmalige Dichte. Auf eine geplante Premiere müssen die Fans aber verzichten. Weil Mujinga Kambundji wegen eines Ödems am Sitzbein kurzfristig verzichtet, fällt das Duell gegen Ajla Del Ponte, Europas aktuelle Nummer 1 über 100 m, ins Wasser.

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