Ski Alpin
Lara Gut: «Ich will stärker zurückkommen, nicht möglichst schnell»

Lara Gut zeigte sich am Dienstag in Zermatt bester Laune. In vier Sprachen gibt sie ausführlich Auskunft über ihr Befinden. Für ihr Comeback Ende November sieht sich die Tessinerin auf Kurs.

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Lara Gut an der Medienkonferenz von Swiss-Ski.

Lara Gut an der Medienkonferenz von Swiss-Ski.

Keystone

Im Februar an der Heim-WM in St. Moritz zog sich Gut beim Einfahren für den WM-Kombinationsslalom im linken Knie einen Kreuzbandriss zu. Anfang September begab sich die 26-Jährige erstmals wieder zurück auf die Ski. Trotz Ungewissheit vor dem ersten Schneekontakt nach mehr als einem halben Jahr Verletzungspause «fühlte sich schnell wieder alles normal an», so Gut.

Danach begab sie sich mit ihrer Entourage nach Valle Nevado. Für die Zeit in Chile war eigentlich nur freies Skifahren geplant. «Doch nach sieben guten Tagen habe ich meinen 'Dad' gefragt, ob ich wieder zwischen die Tore darf.»

Die Erlaubnis von Vater Pauli war nur eine Formsache, so dass die Gesamtweltcupsiegerin von 2016 mit Genuss einige Läufe Riesenslalom absolvierte. «Auch hier hatte ich gleich wieder ein gutes Gefühl.»

Ich will stärker zurückkommen

«Habe keine Schmerzen im Knie.» Und nicht weniger wichtig: Sie verspüre in ihrem verletzten Knie absolut keine Schmerzen, so Gut. «Dafür aber überall sonst Muskelkater.» Obwohl auf ihrem Weg zurück alles ideal läuft, will die Tessinerin mit der Rückkehr in den Rennbetrieb nichts überstürzen. «Ich will stärker zurückkommen, nicht möglichst schnell», sagt sie.

Zwar wird Gut in einem Monat beim Gletscherauftakt in Sölden vor Ort sein, doch nur für die Vorsaison-Medienkonferenz ihres Skiherstellers Head. «Aber ich lasse den Riesenslalom aus, um mehr Zeit zu haben und um im späteren Verlauf der Saison starker zu sein», hofft die 23-fache Weltcupsiegerin. Geplant ist das Comeback deshalb für Ende November in Killington. In der US-Skistation an der Ostküste wird sie den Riesenslalom bestreiten.