Der renommierte und in der Regel sehr gut vernetzte, kanadische Journalist Darren Dreger veröffentliche einen Tweet, in welchem er schreibt, dass China, Finnland, Schweden, Deutschland und die Schweiz zu den Destinationen gehören, welche die NHL im Rahmen ihrer internationalen Marketingstrategie in der kommenden Saison für zwei offizielle Meisterschaftsspiele berücksichtigen könnte.

Tweet NHL

In der laufenden Meisterschaft gastierte die NHL in Schweden (Colorado und Ottawa) sowie China (Vancouver und Los Angeles). 

Da die Schweizer Spieler in Nordamerika immer grössere Rollen spielen, ist ein solches Szenario durchaus realistisch. Ein Duell zwischen den Nashville Predators mit Captain Roman Josi, Kevin Fiala sowie Yannick Weber und den New Jersey Devils mit Nummer-1-Draft Nico Hischier und Mirco Müller wäre sehr werbewirksam.

Wer kann das NHL-Spielfeld bieten?

Bleibt die grosse Frage nach der Infrastruktur. In der Schweiz gibt es - Stand jetzt - eigentlich nur zwei Arenen, welche den Anforderungen der NHL vor allem punkto Zuschauer-Kapazität in Ansätzen genügen würden. Das Zürcher Hallenstadion sowie die Berner Postfinance Arena. Aber es gibt da ein grosses Hindernis. In den Stadien müsste man die Spielfläche von den europäischen (60 auf 30 Meter) auf NHL-Masse (60 auf 26 Meter) verkleinern können. Etwas, was man laut SC-Bern-CEO Marc Lüthi weder könne noch wolle. Und auch ZSC-CEO Peter Zahner zweifelt, dass man im Hallenstadion zu solch einem Eingriff in der Lage wäre (ganz zu schweigen vom fehlenden Videowürfel).

So würde das Hallenstadion im NHL-Style aussehen.

So würde das Hallenstadion im NHL-Style aussehen.

Dasselbe Problem stellt sich gemäss CEO Patrick Lengwiler auch in Zug. Das bestehende Bandensystem lässt sich nicht verändern. Er sagt, dass man einen solchen Eingriff eigentlich nur in einer Multifunktionsarena ohne fixes Bandensystem vornehmen könnte. Wäre das eventuell eine Chance für die umgebaute St.-Jakobshalle in Basel?

Lausanne könnte ab 2019 infrage kommen

Im neuen Stadion in Lausanne, welches auf die Saison 2019/20 eröffnet wird, plant man die Installation eines flexiblen Bandensystems. HC-Lausanne-Sportdirektor Jan Alston sagt: "Theoretisch könnten wir also solche Spiele veranstalten." Mit einer Kapazität von 10 000 Zuschauern würde man die Grundvoraussetzungen wohl ebenfalls erfüllen.