Kommentar
Nino Schurter mit dem 9. WM-Titel und einer überragenden Team-Bilanz: Die Schweiz ist ein Bike-Wunderland

Die Schweiz bliebt nach den Olympischen Spielen auch an der Weltmeisterschaft in Val di Sole im Hoch. Diesmal nimmt die Legende Schurter wieder alle ein.

Raphael Gutzwiller
Raphael Gutzwiller
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Die Legende schlägt zurück: Nino Schurter (links) holt vor Mathias Flückiger Gold

Die Legende schlägt zurück: Nino Schurter (links) holt vor Mathias Flückiger Gold

Gian Ehrenzeller / Keystone

Doppelsieg bei den Männern, Bronze bei den Frauen – dazu der WM-Titel im Shorttrack: Das Schweizer Mountainbike-Team bleibt im Hoch. Während an Olympia der Blick auf die Frauen gerichtet war, bietet an der WM wieder Nino Schurter die grosse Show. Zum neunten Mal wird er Weltmeister. Es ist eine starke Reaktion des 35-jährigen Bündners, der schon abgeschrieben wurde. Auch Mathias Flückiger hätte Gold verdient gehabt. Es ist für ihn zu hoffen, dass sein grosser Goldtag noch kommen wird.

Bei den Frauen überzeugt vor allem Sina Frei, die schon am Donnerstag den Titel im Short Track gewann und im Cross Country Bronze holt. Sie setzt sich im Schlusssprint gegen Olympiasiegerin Jolanda Neff durch. Allein dieses Resultat zeigt auch, wie gut das Schweizer Team aufgestellt ist. Lange siegten vor allem Neff und Schurter, inzwischen werden sie innerhalb des Teams gefordert und geschlagen.

Die Erfolge der Mountainbiker sind der Lohn der Professionalisierung des Verbands und der gezielten Förderung von Talenten in allen Radsport-Disziplinen. Die Schweiz bleibt aber vor allem ein Bike-Wunderland. Selbst dann, wenn der grosse Nino Schurter irgendwann zurücktritt.

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