Kommentar
Degen bleibt im Rahmen

Warum es richtig und vernünftig ist, dass der FC Basel an seinem Trainer Patrick Rahmen festhält. Ein Kommentar.

Christoph Kieslich
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Verwaltungsratspräsident David Degen.

Verwaltungsratspräsident David Degen.

Keystone

Die Lacher hatte Patrick Rahmen auf seiner Seite, als er am Donnerstag erzählte, wie Alex Ferguson bei Manchester United regelmässig seinen Mitarbeiterstab auswechselte – nur um mit einem Augenzwinkern darauf hinzuweisen, dass der in den Adelsstand erhobene Titelsammler umso länger Cheftrainer blieb. 26 Jahre, um genau zu sein.

Rahmen ist nach den Irrungen und Wirrungen um den Jahreswechsel ebenfalls geblieben, sein Vertrag beim FC Basel wurde sogar bis 2023 verlängert. Obwohl Klubchef David Degen am Donnerstag frank und frei einräumte, mit anderen Trainer gesprochen zu haben.

Eine solche Konstellation birgt in einem Fussballverein grundsätzlich Gift, aber die Beteiligten vermitteln kurz vor Fortsetzung der Saison dennoch Einigkeit. Und den Eindruck, die richtigen Schlüsse aus ihrer Analyse gezogen zu haben. Degen war in der Medienrunde keineswegs mit weniger Feuereifer als sonst unterwegs, dafür sehr offen, transparent und mit schlüssigen Erklärungen – bis hin zu einer Entschuldigung an die Adresse Rahmens.

Auch wenn der FCB in diesen Tagen drei Leistungsträger verliert – notabene für viel, dringend nötiges Geld an die grossen Ligen Europas – so will man nicht widersprechen, wenn er behauptet, ein Wörtchen im Meisterrennen mitreden zu wollen. Beweisen muss es sich ohnehin auf dem Platz – und nicht mit Ankündigungen.

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