Keine Rennen
Wegen Corona verlieren die grössten Aargauer Skitalente ein ganzes Jahr und leiden darunter

Der Aargauer Skiverband kämpft mit dem Problem, dass Rennen auf Jugendstufe nicht erlaubt sind. Und muss als Folge kreativ selektionieren. Die Leidtragenden sind vor allem die Athleten.

Martin Probst
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Die Athleten des Aargauer Skiteams dürfen zwar trainieren. Rennen sind allerdings verboten.

Die Athleten des Aargauer Skiteams dürfen zwar trainieren. Rennen sind allerdings verboten.

zvg

Während sich die besten Ski­fahrerinnen und Skifahrer der Schweiz gerade auf die WM in Cortina vorbereiten, können die Mitglieder des Aargauer Skiverbandes nur davon träumen, ein Rennen zu fahren. Corona, oder besser gesagt die Mass­nahmen zur Eindämmung der Pandemie, verbieten Wettkämpfe auf Stufe Jugend.

Zwar dürfen die Athletinnen und Athleten trainieren. Und das tun sie. Mindestens einmal pro Woche organisiert der Aargauer Skiverband ein Kadertraining. Doch ohne Wettkämpfe fehlen wichtige Vergleiche, um sich beispielsweise für die Aufnahme in ein regionales Leistungszentrum zu empfehlen.

Peter Läuppi, der Präsident des Aargauer Skiverbandes, sagt: «Die Athletinnen und Athleten verlieren ein ganzes Selektionsjahr.» Die Leidtragenden sind die Sportler. Läuppi sagt:

«Sie wären bereit, sich für ein höheres Kader zu empfehlen. Aber sie dürfen es nicht.»

Läuppi ist zwar froh, dass die Skigebiete in der Schweiz weiter offen sind und die Trainings mit Jugendlichen unter 16 Jahren erlaubt. «Wir reisen separat an und halten die Abstände ein», sagt er. «So können die Schutzkonzepte eingehalten werden.» Doch auch dem Aargauer Skiverband fehlen die Wettkämpfe.

Ein Mitglied des Aargauer Skiteams im Training.

Ein Mitglied des Aargauer Skiteams im Training.

Zvg / zvg

Im Probetraining am 27. Februar in Sörenberg (Anmeldung unter www.asv-ski.ch) ändert sich beispielsweise die Art, wie mögliche neue Mitglieder des Kaders gesichtet werden. «Wir machen keine Selektionsrennen, sondern vermehrt Übungen ohne Zeitmessung und vertrauen sehr stark den optischen Eindrücken», sagt Läuppi.

Keine Probetrainings im konditionellen Bereich

Dieses Vorgehen hat Folgen. «Wir werden in diesem Jahr wohl mehr Athletinnen und Athleten aufnehmen», sagt Läuppi. «Weil wir uns im Zweifelsfall sicher eher für statt gegen jemanden entscheiden werden.» Daher sind die Chancen, sich in dieser Saison für das Aargauer Skiteam zu empfehlen wohl grösser als sonst.

Doch nicht nur das Probetraining auf Schnee wird durch Corona beeinflusst. Zum ersten Mal hätte der Aargauer Skiverband in diesem Jahr auch zwei Probetrainings im Konditionsbereich angeboten. Da diese aber in Turnhallen stattgefunden hätten, mussten sie abgesagt werden.