WM 2017

Kanada besiegt Russland nach 0:2-Rückstand noch mit 4:2

Mark Scheifele (Mitte) und seine Kollegen behielten am Ende doch die Oberhand.

Mark Scheifele (Mitte) und seine Kollegen behielten am Ende doch die Oberhand.

Kanada erhält am Sonntag in Köln die Möglichkeit, zum dritten Mal hintereinander den WM-Titel zu gewinnen. Die Nordamerikaner bezwingen Russland nach einem 0:2-Rückstand nach 40 Minuten mit 4:2.

Nachdem Mark Scheifele nach 17 Sekunden im letzten Drittel im Powerplay mit einem Ablenker der Anschlusstreffer gelungen war, wendeten Nathan MacKinnon (56.) und Ryan O'Reilly (57.) die Partie mit zwei Toren innert 111 Sekunden zum 3:2. MacKinnon erzielte bereits seinen sechsten Treffer an diesem Turnier. 67 Sekunden vor dem Ende machte Sean Couturier mit einem Schuss ins leere Tor alles klar.

Nach 40 Minuten hatte wenig auf einen Sieg der Kanadier hingedeutet. Die Russen liessen die spielstarken Nordamerikaner bis zu einer Strafe in der 39. Minute kaum zur Entfaltung kommen und nutzten deren Fehler zu einer 2:0-Führung (35.).

In der 33. Minute konnte Jewgeni Kusnezow am rechten Pfosten mutterseelenalleine darauf warten, bis ihn WM-Topskorer Artemi Panarin mit einem Querpass bediente. Der Rest war nur noch Formsache. 154 Sekunden später erhöhte Nikita Gusew mit dem 15. Überzahl-Treffer der Russen an diesem Turnier auf 2:0. Es war allerdings kein klassisches Powerplay-Tor, traf doch der Stürmer von SKA St. Petersburg nach einer 4:2-Situation. In der 38. Minute vergab Wladislaw Namestnikow nach einem Konter die grosse Chance zum 3:0.

Das rächte sich bitter. Die Kanadier standen nach der Strafe gegen Artjom Sub in der 39. Minute schon vor der zweiten Pause dem 1:2 mehrmals nahe. Das Tor von Scheifele war dann die Initialzündung zur Wende. Im letzten Drittel lautete das Schussverhältnis 19:5 zu Gunsten der Kanadier. Der Ausgleich fiel allerdings erst nach drei ungenutzten Überzahl-Möglichkeiten.

Obwohl die Schweiz bereits ausgeschieden ist, fand die Partie mit Schweizer Beteiligung statt. Der Herisauer Head-Schiedsrichter Daniel Stricker pfiff zusammen mit seinem Kollegen Mark Lemelin, der gebürtiger Kanadier ist, jetzt aber für Österreich pfeift, diesen Halbfinal.

Im Final am Sonntagabend um 20.45 Uhr treffen die Kanadier auf den Gewinner der Partie zwischen Schweden und Finnland, die am Samstagabend gegeneinander spielten. Mit einem Sieg würden sie zum 27. Mal den WM-Pokal in die Höhe stemmen und zu Rekordweltmeister Russland aufschliessen.

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