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Josip Drmic und der Weg zurück auf die Überholspur

Josip Drmic wird am Freitagabend voraussichtlich mit Xherdan Shaqiri die Flügelzange bilden.

Josip Drmic wird am Freitagabend voraussichtlich mit Xherdan Shaqiri die Flügelzange bilden.

Manchmal braucht es etwas Geduld, um sein Ziel zu erreichen. Das erlebt in dieser Saison gerade Josip Drmic, der sich nach seinem Wechsel für sieben Millionen Euro von Nürnberg zu Bayer Leverkusen erst hinter Stefan Kiessling anstellen musste.

Manchmal braucht es etwas Geduld, um sein Ziel zu erreichen. Das erlebt in dieser Saison gerade Josip Drmic. Nach seinem Wechsel für sieben Millionen Euro vom Bundesliga-Absteiger Nürnberg zu Bayer Leverkusen musste sich der 22-Jährige erst hinter Stefan Kiessling anstellen. Teilweise frustrierte die Situation Drmic so sehr, dass er an den schnellen Abschied dachte. Der Hamburger SV hatte grosses Interesse.

Nur: Drmic stellte sich den Gesprächen mit den Bayer-Verantwortlichen, mit Trainer Roger Schmidt insbesondere. Und er bekam mehr Spielzeit in Aussicht gestellt. «Manchmal muss es etwas unbequem sein», blickt Drmic zurück, «aber es hat sich definitiv gelohnt». Mittlerweile agieren Drmic und Kiessling auf Augenhöhe. In den Spielen gegen Atletico Madrid im Champions-League-Achtelfinal begann jeweils Drmic.

Am Freitag wahrscheinlich in der Startelf

Nach einigen Enttäuschungen zu Beginn der Saison ist Drmic also wieder auf dem Weg auf die Überholspur. Fast schon philosophisch sagt er: «Ich habe gemerkt, dass ich kleine Ziele erreichen muss, um mich den grossen zu nähern.»

In der Nationalmannschaft hat Drmic seinen Konkurrenten auf der linken Seite, Admir Mehmedi, mittlerweile wieder überholt. Alles deutet darauf hin, dass Drmic am Freitag im EM-Qualifikationsspiel gegen Estland an der Seite von Xherdan Shaqiri und Haris Seferovic stürmt.

Ich freue mich auf Embolo

Zwischenzeitlich aber hatte seine fehlende Spielpraxis auch Auswirkungen auf die Auftritte im roten Dress. Gegen San Marino beispielsweise vergab Drmic viele Chancen. Wie er dann aber gegen Litauen nach seiner Einwechslung das Spiel entschied, war grosse Klasse. Vor allem das Zusammenspiel mit Shaqiri klappte mit jeder Minute besser. Auch im Testspiel gegen Polen danach war das Schweizer Traum-Duo der WM prägend.

Doch Drmic blickt nicht nur auf die Gegenwart. Die bevorstehende Ankunft von Breel Embolo im Nationalteam lässt Drmic sagen: «Es geht etwas im Schweizer Fussball! Ich freue mich auf Embolo. Auch wenn ich noch nicht zusammen mit ihm gespielt habe – er wird einiges bewegen.»

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