Bei Rückkehr in Stuttgart

Jetzt spricht Roger Federer zum 300-Millionen-Franken-Deal mit Uniqlo

Roger Federer spricht zum Uniqlo-Gerücht.

Roger Federer spricht zum Uniqlo-Gerücht.

300 Millionen Franken über zehn Jahre verteilt soll der japanische Ausrüster Uniqlo Roger Federer bieten. Am Montag bricht Roger Federer in Stuttgart sein Schweigen.

Seit Sonntag jagen sich die Gerüchte, Roger Federer schliesse mit dem japanischen Ausrüster Uniqlo einen Mega-Deal im Gesamtvolumen von 300 Millionen Franken ab. Laufzeit: zehn Jahre. Nun sprach der Baselbieter erstmals über die Causa. Doch viel sagte er nicht. "Es stimmt, mein Vertrag mit Nike ist im März ausgelaufen. Das ist unglücklich, aber Teil des Geschäfts." Es gebe auch die Möglichkeit, sich neu zu orientieren. Und nach zwei Jahrzehnten Nike zu verlassen?

"Das sind Gerüchte", sagt Federer dazu und lächelte. Mehr wollte er nicht sagen. Konnte er wohl auch nicht. Denn der Fall ist komplex: Der amerikanische Sportartikel-Gigant Nike besitzt dem Vernehmen nach die Rechte am "RF"-Logo, das auch für die Stiftung verwendet wird. Sollte diese Eventualität nicht vertraglich geregelt sein, könnte es für Federer teuer werden. Seine ganze Marke basiert auf den stilisierten Initialen, Nike führt eine eigene Linie. Es ist eine Goldgrube.

Uniqlo nur als Druckmittel?

Fraglich ist auch, woher das Gerücht stammt. In Umlauf gebracht hat es der italienische Journalist Vincenzo Martucci. Er liess am Tag darauf verlauten, Schweizer Journalisten hätten das Angebot inzwischen bestätigt. Doch Fakt ist: Manager Tony Godsick reagierte auf Anfragen zum Thema bisher nicht. Und es gibt nur eine Quelle: Martucci selber. Darum ist diese These viel wahrscheinlicher: Uniqlo wird als Druckmittel in den Verhandlungen mit Nike verwendet.

Federer selber kümmert das wenig. Er wird auch in Stuttgart in Nike-Klamotten spielen. "Ich fühle mich frisch und bin gesund", sagte er und erinnerte daran, dass er seine zwei letzten Partien verloren hat. Natürlich sei der Titel sein Ziel, doch die Auslosung zeige ihm jeweils, dass es nicht so einfach wird. Erreicht er den Final, ist er ab Montag wieder die Nummer 1 der Welt. Federer aber sagt: "Ich muss noch kleinere Brötchen backen." Aber nicht am Verhandlungstisch.

Das sind alle 97 Turniersiege von Roger Federer:

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