Formel 1

Jetzt spricht Peter Sauber: «Es tut weh, dass der Name Sauber aus der Formel 1 verschwindet»

Peter Sauber: «Natürlich tut das weh, wenn nach so langer Zeit der Name Sauber verschwindet.»

Peter Sauber: «Natürlich tut das weh, wenn nach so langer Zeit der Name Sauber verschwindet.»

In einem Monat beginnt mit dem GP von Australien die neue Formel 1 Saison. Erstmals seit dem Einstieg 1993 fehlt dann der Name Sauber, neu heisst das Team «Alfa Romeo Racing». Wie ist das für den Schweizer Ex-Teambesitzer? Peter Sauber erklärt sich im ersten Interview seit dem Namenswechsel.

Wie ist es für Sie persönlich, dass der Name Sauber aus der Formel 1 verschwindet?

Peter Sauber: Natürlich tut das weh, wenn nach so langer Zeit der Name Sauber verschwindet. Da geht es mir genau gleich wie vielen Fans, Fans aus der Schweiz aber auch aus dem Ausland. 26 Jahre Formel 1, das ist eine sehr lange Zeit. Aber der Name Sauber verschwindet nur aus der Formel 1. Die Firma Sauber in Hinwil ist 49 Jahre alt, das Team geht 2019 in die 50. Saison. Und es gibt auch eine andere Seite – und die ist ganz wesentlich: Für das Team ist der Namenswechsel auf Alfa Romeo Racing eine gute Sache. Sonst hätten das die Besitzer nicht gemacht. Und was fürs Team gut ist, ist auch für mich gut.

Kennen Sie denn die Gründe für den Namenswechsel?

Nein, die Details kenne ich nicht. Und ich möchte auch nicht darüber spekulieren. Aber was manchmal vergessen geht: In den 50 Jahren unserer Teamgeschichte musste ich x Mal etwas akzeptieren, das für mich schwierig, aber fürs Team gut war. Jede Entscheidung wird gefällt, weil sie gut ist für das Team.

Wann haben Sie denn davon erfahren?

Die Besitzer von Sauber haben mich eine Woche bevor der Namenswechsel öffentlich wurde, informiert.

Haben Sie etwas Angst, dass mit dem Namenswechsel die Ära Sauber still und leise zu Ende geht?

Natürlich endet etwas, aber nicht eine ganze Ära. Die Firma Sauber in Hinwil hat zuerst den C9, C11 und C291 für Mercedes gebaut. Dann zwischen 2006 und 2009 die Formel 1 Fahrzeuge für BMW. Und jetzt eben Alfa Romeo Rennautos. Auch beim internationalen Automobilverband FIA ist Sauber weiterhin als Hersteller eingetragen. Und weder an den Besitzverhältnissen noch im Management wird sich etwas ändern.

Sie tönen einigermassen versöhnlich.

Ja, das schon. Es ist mir wichtig, zu sagen, dass ich fest überzeugt bin, dass die Entscheidung des Namenswechsels zum Wohl des Teams geschieht. Und damit auch für mich in Ordnung ist.

Sie befinden sich derzeit in Barcelona, wo das neue Auto vorgestellt wird und Testfahrten stattfinden. Was ist Ihr Programm?

Ursprünglich wollte ich nicht nach Barcelona reisen. Aber nun hat mich das Team eingeladen zur Team-Präsentation, da bin ich natürlich gerne dabei. Ich verfolge den heutigen Testtag und kann mir so einen ersten Eindruck über die zehn Teams verschaffen, die ab dem 17. März 2019 um WM-Punkte fahren.

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