Aber wie soll Italien jetzt bitte noch an die WM kommen? Die Story basiert auf einem Bericht der peruanischen Sportzeitung Libero. Dort wird über einen möglichen WM-Ausschluss Perus spekuliert, das sich in der Barrage gegen Neuseeland als letztes der 32 Teams für die Endrunde in Russland qualifiziert hatte.

Die peruanische Zeitung «Libero» redet über ein WM-Aus. Falls Peru wirklich aus politischen Gründen aus der WM ausscheiden würde, wäre Italien Nachrücker?

Die peruanische Zeitung «Libero» redet über ein WM-Aus. Falls Peru wirklich aus politischen Gründen aus der WM ausscheiden würde, wäre Italien Nachrücker?

Fussball vom Staat kontrolliert?

Offenbar plane die peruanische Politikerin Paloma Noceda, Vorsitzende des Ministeriums für Bildung, Jugend und Sport, einen Gesetzesentwurfs einzureichen, durch den der peruanische Fussball-Verband künftig vom Staat kontrolliert wird.

Das wäre aber gegen die Regeln der Fifa, weshalb der Fussball-Weltverband Peru vom Turnier ausschliessen könnte. Eine andere Nation würde nachrücken.

Medien spekulieren - Hätte Italien eine reelle Chance?

Welche das sein könnte, dafür gibt es keinerlei Richtlinien. Die Fifa könnte frei entscheiden. 

Italienische, spanische und englische Medien spekulierten deshalb und zur Freude vieler italienischer Medien, dass die Wahl entweder auf Chile, Neuseeland oder Italien fallen würde.

Allerdings spricht so einiges gegen Italien: So sehen die Fifa-Regularien vor, dass nur 13 europäische Teams an die WM fahren dürfen.

Viel naheliegender wäre die Nominierung von Neuseeland, das in der Barrage an Peru gescheitert war, oder Chile, das beste nicht-qualifizierte Team der Weltrangliste, das wie Peru in Südamerika liegt. Wieso also Italien?

Italien wohl bessere Schlagzeile

Die Zeitungen monieren, dass Italien mit vier WM-Titeln das erfolgreichste aller nicht-qualifizierten Teams sei. Aber am Ende gibt Italien wohl einfach die bessere Schlagzeile als Chile und Neuseeland.

Gesetzesentwerferin Paloma Noceda hat nach dem grossen Aufschrei im eigenen Land übrigens bereits reagiert und bekräftigt, dass es keinen Gesetzesentwurf gebe, der verhindere, dass Peru an die WM fährt. 

«Wenn der Entwurf unsere WM-Teilnahme gefährden könnte, ziehen wir es zurück», stellt sie klar.

Die Hoffnung stirbt zuletzt

Italien muss also hoffen, dass die Fifa einem anderen Land – etwa mit unstabiler politischer Lage – die Teilnahmeberechtigung entzieht.

Das steht derzeit allerdings nicht zur Diskussion und Italien ist deshalb im nächsten Sommer in Russland wohl nicht dabei.

Dennoch die Hoffnungen besteht und die Tifosi werden jetzt bis zuletzt bibbern – aber ziemlich sicher enttäuscht werden. (pre)