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Im Alter von 60 Jahren: Fussball-Legende Diego Maradona stirbt an Herzinfarkt

Die Fussballwelt erleidet einen traurigen Verlust. Diego Armando Maradona ist im Alter von 60 Jahren an einem Herzinfarkt verstorben. Das bestätigte der argentinische Verband AFA.

Argentiniens Fußball-Idol Diego Maradona ist tot. Der Weltmeister von 1986 starb am Mittwoch keine vier Wochen nach seinem 60. Geburtstag an einem Herzinfarkt. Das bestätigte sein Sprecher Sebastian Sanchi der AFP.

Maradona war am 3. November in einer Privatklinik in Buenos Aires wegen eines Blutgerinnsels im Gehirn operiert worden. Einen Tag zuvor war Maradona in ein Krankenhaus in La Plata eingeliefert worden, weil er sich unwohl gefühlt hatte - und um ihn medikamentös besser einzustellen, da er seit langem Antidepressiva einnimmt. Bei einem Scan wurde das Gerinnsel entdeckt. Maradona wurde daraufhin in die Spezialklinik in der Hauptstadt verlegt.

Acht Tage später durfte er das Krankenhaus verlassen. Sein Leibarzt Leopoldo Luque nannte die Entwicklung seines Zustandes zu diesem Zeitpunkt «zufriedenstellend».

Maradona war am 30. Oktober 60 geworden. Seine Krankenakte war lang: Er erlitt mindestens zwei Herzinfarkte, erkrankte an Hepatitis und ließ sich wegen Übergewichts einen Magen-Bypass legen. Zudem war Maradona mehrfach wegen seiner Drogensucht in Behandlung.

Eine Weltkarriere des kleinen Mannes

Maradona startete seine Weltkarriere bei den Argentinos Junios und den Boca Juniors im Heimatland Argentinien, bevor er von 1982 bis 1984 für Barcelona auflief.

Zur Legende wurde er 1986 als er mit Argentinien Weltmeister wurde. Legendär dabei im Spiel gegen England sein Tor mit der Hand. Später wurde erzählt «die Hand Gottes »sei im Spiel gewesen:

Sehenswert das Jahrhundertgoal im Spiel gegen England, das Argentinien 1986 mit 2:1 gewann. Maradona setzt zum Solo über das halbe Spielfeld an und trifft:

1990 führte Maradona sein Team erneut in den WM-Final, unterlag aber Deutschland.

Seine schillerndste Zeit verbrachte Maradona bei der SSC Neapel (1984 bis 1991), wo er noch heute wie ein Heiliger verehrt wird. Mit Neapel wurde er zwei Mal italienischer Meister.

Seine Karriere liess Maradona beim FC Sevilla (1992–1993), den Newlls's Old Boys (1993) und erneut bei den Boca Juniors ausklingen (1995–1997).

Auch als Nationaltrainer wurde Maradona als Heilsbringer eingesetzt. Bei der Weltmeisterschaft 2010 in Südafrika. Argentinien war kein Erfolg beschieden und Maradona seinen Posten bald wieder los.

Zuletzt war Maradona als Trainer des Klubs Gimnasia y Esgrima La Plata tätig.

"Maradona-Stadion"

Die Stadt Neapel will das Stadion San Paolo in «Maradona-Stadion» umbenennen. Dies erklärte Neapels Bürgermeister Luigi de Magistris, der zudem einen Trauertag wegen des Todes der argentinischen Fußball-Legende ausrief. In mehreren Stadtvierteln Neapels waren am Mittwochabend die blauen Fahnen der SSC Neapel als Zeichen der Trauer für Maradonas Tod zu sehen. Einige Fans zeigten sich auf der Straße mit dem Trikot mit der Nummer 10, das Maradona während seiner Zeit beim SSC Neapel trug.

Corrado Ferlaino, Klubeigentümer der SSC Neapel und Arbeitgeber Maradonas Ende der 80er Jahre, bezeichnete Maradona als «Genie. «Man kann von Genies nicht verlangen, wie normale Menschen zu leben», kommentierte Ferlaino. 

Maradona erhält Staatsbegräbnis

Argentinien verwandelte sich am Mittwoch in ein Land im Schockzustand. Die Regierung in Buenos Aires rief eine dreitägige Staatstrauer aus. Maradona soll übereinstimmenden Medienberichten zufolge ein Staatsbegräbnis erhalten.

Cesar Luis Menotti, Argentiniens Weltmeister-Trainer von 1978, sprach seinen Landsleuten aus dem Herzen: «Es ist schrecklich. Ich bin am Boden zerstört, ich kann es nicht glauben.»

So erging es am Mittwoch fast allen.

(sda/jk)

Update folgt

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