FC Basel
Jordi Quintillàs erste Worte als FCB-Spieler: «Ich will Meister werden»

Jordi Quintillà ist der prominente Neuzugang beim FCB. Der Ex-St.-Gallen-Captain über die Wechselgründe und einen erfüllten Traum.

Aufgezeichnet: Céline Feller
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Jordi Quintillà bei seinem ersten Training im Joggeli.

Jordi Quintillà bei seinem ersten Training im Joggeli.

Kefalas/Keystone

Jordi Quintillà, willkommen in Basel. Wie sind Sie hier aufgenommen worden von den neuen Teamkollegen?

Jordi Quintillà: Sehr gut, danke. Ich wusste schon, dass es menschlich eine gute Mannschaft ist. Ich freue mich sehr, hier zu sein. Das erste Training war sehr, sehr gut. Streng, aber so muss es sein.

Sie kennen den FCB als Gegner, haben ihn mit dem FC St. Gallen oft geärgert. Wie haben Sie die Spiele und das Stadion hier erlebt?

Zuerst hatten wir jeweils Angst. Das muss jede Mannschaft haben, die hier her kommt. Das muss so bleiben. Jetzt jedoch, wo ich hier bin, hier trainieren konnte, ist es ein Traum.

Wie haben die Kollegen in St. Gallen es aufgenommen, dass Sie gehen?

Sie waren sehr glücklich für mich. Sie haben gesagt, ich soll gehen. Es sei mein Weg und meine Entscheidung. Und dass ich hier Vollgas geben soll.

Man wusste seit März, dass Sie herkommen werden. Offiziell vorgestellt wurden Sie erst letzte Woche. Wieso?

Ich habe in St. Gallen im März nicht gesagt, wohin ich gehe. Nur, dass ich nach der Saison den Verein verlassen werde. Ich wollte es nach dem Cupfinal kommunizieren. Wir haben gedacht, dass es auch für die Fans besser ist, es erst nach der Saison zu sagen.

Wieso hat es dennoch so lange gedauert, bis es offiziell wurde?

Das war eine Entscheidung von mir und dem FC Basel. Eine gute Entscheidung, denke ich.

Hatten Sie in dieser Zeit Angst, dass es doch nicht klappt? Auch gerade wegen dem Führungswechsel?

Nein, diese Angst hatte ich nie.

Der Vertrag war ja auch schon unterzeichnet.

Ja (lächelt).

Was sind Ihre persönlichen Ziele mit dem Verein?

Meister zu werden. Ich will in allen drei Wettbewerben, in denen wir teilnehmen, gewinnen. Jedes Spiel. Der Präsident hat jetzt schon gesagt, dass wir gewinnen wollen, dass wir der FCB sind und wir wieder die erste Mannschaft in der Schweiz werden müssen.

Was können Sie persönlich dazu beitragen?

Ich möchte einfach helfen. Ich weiss, dass ich das kann. Sowohl den Jungen, als auch den Erfahrenen. Und ich bin sehr motiviert, das zu tun.

Das Mittelfeld ist sehr gut besetzt. Wie sehen Sie Ihre Chancen?

Ich glaube, dass das sehr förderlich für uns ist. Mit mehr Konkurrenz können auch alle ihr Niveau steigern. Das finde ich sehr wichtig.

Sie tragen die Nummer 10. Werden Sie diese behalten?

Nein, das ist nur für das Training. Ich werde eine andere Nummer wählen. Ich hatte in Frankreich einmal die 10.

Lief es nicht gut mit der 10?

Doch, schon. Jetzt will ich aber eine andere Nummer. Eine spezielle Lieblingsnummer habe ich jedoch nicht.

Seit Sie im März entschieden, her zu kommen, ist in Basel viel passiert. Der Machtkampf, der Trainerwechsel, der Besitzerwechsel. Haben Sie das verfolgt?

Es ist sehr viel passiert, ja. Aber ich hatte in St. Gallen noch viele Dinge zu tun. Wir haben keine gute Saison gespielt. Ich persönlich hatte Druck, weil ich Captain war. Ich hatte viel Verantwortung, daher habe ich nicht daran gedacht, was hier passiert. Das war vor allem mental sehr wichtig, dass ich an die Gegenwart und nicht an die Zukunft dachte. Aber natürlich habe ich es mitbekommen.

Was haben Sie noch vor, insbesondere im Trainingslager? Wo müssen Sie sich verbessern?

Ich muss mich unbedingt dem Stil des Trainers anpassen. Daher wird das Trainingslager sehr gut für mich sein. Da kann ich mich auch den neuen Kollegen anpassen.

Was müssen Sie anpassen?

Das kann ich noch nicht genau sagen. Aber es ist klar, dass ich eine andere Rolle hier haben werde. Zu 100 Prozent. Ich freue mich aber da drauf.