WM-Abfahrt
Höllenritt, Überraschungssieg und Demonstration: Wie Schweizer Ski-Legenden Gold holten

Die Abfahrt der Herren ist die Königsdisziplin im alpinen Ski-Rennsport. Die Schweiz jubelte bereits über zwölf WM-Goldmedaillen in dieser Disziplin. Wir blicken zurück und zeigen Ihnen die spektakulären WM-Abfahrten von Bernhard Russi, Urs Lehmann, Peter Müller und Co.

Nicola Imfeld
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Peter Müller gewann die WM-Abfahrt in Crans-Montana im Jahr 1987.

Peter Müller gewann die WM-Abfahrt in Crans-Montana im Jahr 1987.

Keystone

Die WM-Abfahrt der Herren am Samstag ist das Highlight der alpinen Skiweltmeisterschaften in St. Moritz. Die Abfahrt gilt als die Königsdisziplin im alpinen Skirennsport und erfreut sich grosser Beliebtheit bei den Fans.

Seit den ersten alpinen Weltmeisterschaften im Jahr 1931 gehört die Abfahrt zum Programm. Bis 1980 waren die Olympiasieger gleichzeitig auch Weltmeister, darum hat die Schweiz bereits zwölf Abfahrts-Goldmedaillen gewonnen. Bei insgesamt 44 ausgetragenen WM-Abfahrten entspricht dies einer Siegerquote von rund 27 Prozent.

Der erste Abfahrtsweltmeister überhaupt war der Schweizer Walter Prager 1931. Zwei Jahre später doppelte Prager nach und wiederum ein Jahr später gewann David Zogg die dritte Goldmedaille für die Schweiz. Rudolf Rominger war dann 1936 für lange Zeit der letzte Eidgenosse, der in der Königsdisziplin den Titel holen konnte.

Bernhard Russi erlöste die Schweizer Ski-Nation

Der heutige TV-Kommentator Bernhard Russi gewann nach 34 Jahren die langersehnte fünfte Goldmedaille in der Abfahrt für die Schweiz.

Olympiasieg in Sapporo

An den Olympischen Winterspielen in Sapporo 1972 doppelte Russi nach. Er gewann die Olympische Goldmedaille, was ihn gleichzeitig auch zum aktuellen Weltmeister machte.

Das Knie der Nation

Der Walliser Pirmin Zurbriggen liess sich am 13. Januar das Knie operieren. Nur drei Wochen später holte er Gold in der Abfahrt.

Der Zürcher Ski-Star

Peter Müller aus Adliswil bewies, dass auch der Kanton Zürich hervorragende Ski-Fahrer herausbringen kann. An der Heim-WM in Crans-Montana gewann er die Abfahrt.

Der Dominator

Der Schwyzer Franz Heinzer war im Skiweltcup über lange Zeit der Dominator in der Abfahrt. In Österreich gewann er 1991 auch die WM-Abfahrt, was sein grösster Erfolg in seiner Karriere war.

Der Überraschungssieger

Urs Lehmann aus dem Aargau gewann im japanischen Morioka-Shizukiushi 1993 völlig überraschend die WM-Abfahrt. Es war sein einziger Abfahrtssieg in seiner Karriere. Heute ist er Präsident des Schweizerischen Skiverbandes.

Weltmeister im Käseanzug

Die WM-Abfahrt im italienischen Sestriere war der Karriere-Höhepunkt von Bruno Kernen. Er holte sich im berühmten Käseanzug die Goldmedaille.

Der Titelverteidiger

22 Jahre nach dem Überraschungssieg von Urs Lehmann rechnete auch kaum ein Experte mit Patrick Küng. Auf der anspruchsvollen WM-Piste von Beaver Creek sorgte er für die letzte grosse Sternstunde im Schweizer Skirennsport.

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