Analyse
Hier erklärt Simon Ammanns Ex-Trainer den Horror-Sturz

Simon Ammanns Junioren-Trainer und Entdecker Hermann Kälin analysiert den Sturz des Toggenburgers in Bischofshofen. Zwar waren die Landebedingungen sicherlich nicht einfach, dennoch nahm der 33-Jährige bei der Landung volles Risiko.

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Simon Ammanns Junioren-Trainer und Entdecker Hermann Kälin erklärt dessen Sturz in Bischofshofen.

Simon Ammanns Junioren-Trainer und Entdecker Hermann Kälin erklärt dessen Sturz in Bischofshofen.

Nordwestschweiz

«Hoffentlich ist nicht viel passiert», schildert Hermann Kälin seine ersten Gedanken nach dem Sturz von Simon Ammann in Bischofshofen. Der langjährige Junioren-Trainer des Toggenburgers musste mit ansehen, wie der vierfacher Olympiasieger zum zweiten Mal an der diesjährigen Vierschanzentournee stürze. Bereits beim ersten Springen in Oberstdorf war der 33-Jährige gestürzt.

Der Sturz in Bischofshofen, den auch Frau Yana (28) und Söhnchen Theodore live an der Schanze mitverfolgen mussten, war indes unlängst schlimmer als der Erste nur acht Tage zuvor. «Die Landebedingungen waren sicherlich nicht einfach, aber Simon wollte den Sprung auch komplett ausreizen», sagt Kälin. Bei der Landung sei er dann einen Tick zu spät gewesen, weshalb sein Schwerpunkt zu weit vorne lag und er das Gewicht nicht mehr halten konnte.

Simon Ammann war kurze Zeit bewusstlos und wurde zur Abklärung ins Spital nach Schwarzach nahe von Salzburg gebracht. Der Sturz ist glimpflicher ausgegangen als ursprünglich befürchtet. Der 33-jährige Toggenburger zog sich eine schwere Gehirnerschütterung und starke Prellungen im Gesicht zu, er erlitt aber keine Knochenbrüche.

Offen ist, ob und wann Ammann auf die Schanzen zurückkehren wird. Junioren-Trainer Kälin ist sich aber sicher, dass Ammann den Sprung von der Schanze nochmals wagen wird. «Simon ist ein Stehaufmännchen.»

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