Champions League

Heisse Bullen: Titelverteidiger Liverpool vor heikler Aufgabe in Salzburg

Trainer Jürgen Klopp steht mit Liverpool vor einer heikler Aufgabe. Der Titelverteidiger benötigt am letzten Spieltag der Champions-League-Gruppenphase in Salzburg mindestens einen Punkt, um sicher in die Achtelfinals einzuziehen

Trainer Jürgen Klopp steht mit Liverpool vor einer heikler Aufgabe. Der Titelverteidiger benötigt am letzten Spieltag der Champions-League-Gruppenphase in Salzburg mindestens einen Punkt, um sicher in die Achtelfinals einzuziehen

Am Super-Dienstag stehen in der Champions League in allen Gruppen Entscheidungen an. Dabei dreht sich vieles um die Frage: Muss Titelverteidiger Liverpool schon nach der Gruppenphase die Segel streichen? Der Mittwoch ist nur noch halb so spannend.

Der heimstarke FC Red Bull fordert die Reds

Der letzte Spieltag der Gruppenphase in der Champions League beginnt heute Abend kurz vor 19.00 Uhr in der Gruppe E mit dem grössten Spiel in der noch jungen Klubgeschichte des FC Red Bull Salzburg. Gewinnt der österreichische Serienmeister (7 Punkte) gegen den FC Liverpool (10) mit einem besseren Ergebnis als 4:3 (also 1:0, 2:1 etc.) erreichte er die Achtelfinals. Auch wenn er in der Bullen-­Arena eine Macht ist, wäre ein Sieg eine Sensation. Der Titelverteidiger ist in der Premier League in bestechender Form. Liverpool würde im Fall einer Niederlage nur dann nicht ausscheiden, wenn Napoli (9) sein Heimspiel gegen den belgischen Meister Genk (1) verlieren sollte.

Liverpool-Spieler im Stadion in Salzburg.

Liverpool-Spieler im Stadion in Salzburg.

Borussia Dortmund braucht Schützenhilfe von Barcelona

Ebenfalls heute Abend, aber erst um 21 Uhr, kommt es in der Gruppe F zum Fernduell ­zwischen Inter Mailand (7) und ­Borussia Dortmund (7). Die Aufgabe der Deutschen zu Hause gegen Slavia Prag (2) scheint zwar die einfachere zu sein, als jene der Italiener im San Siro gegen Barcelona (11). Das Problem: Aus eigener Kraft kann sich der BVB nicht mehr für die K.-o.-Phase qualifizieren. Selbst ein 10:0 gegen die Tschechen würde nicht reichen, wenn Inter gegen den bereits als Gruppensieger feststehenden FC Barcelona gewinnen sollte. Dies, weil die Italiener im Direktvergleich besser dastehen. Die Borussia und ihr Trainer Lucien Favre befürchten, die Katalanen könnten angesichts des schweren Liga-­Spiels am Samstag bei Real ­Sociedad San Sebastian nicht mit der besten Elf antreten. Beim BVB wird Manuel Akanji im neuen 3-4-3-System in der Dreierabwehr stehen.

Dortmunds Mario Götze beim Aufwärm-Training

Dortmunds Mario Götze beim Aufwärm-Training

Dreikampf zwischen Ajax, Valencia und Chelsea

In der Gruppe H wird am Dienstagabend in einem Dreikampf zwischen Ajax (10), Valencia (8) und Chelsea (8) ermittelt, wer im Frühjahr in der Champions League und wer in der Europa League weiterspielt. Alle drei können das Weiterkommen aus eigener Kraft schaffen. Schlagen die Engländer an der Stamford Bridge erwartungsgemäss das ambitionslose Lille (1), brauchen die Spanier in Amsterdam einen Sieg, um die Achtelfinals zu erreichen. Die beste Ausgangslage besitzt Ajax, dem eine Punkteteilung genügen würde.

Fernduell zwischen Lyon und Zenit St.Petersburg

Zu einem Fernduell zwischen Lyon (7) und Zenit St.Petersburg (7) kommt es, ebenfalls heute Abend, in der Gruppe G. Bereits weiter ist RB Leipzig (10), das in Lyon ein Unentschieden braucht, um Gruppensieger zu werden. Die Ausgangslage ist etwas kompliziert: Zenit kommt weiter, wenn es gegen Benfica (4) gewinnt und Lyon gegen Leipzig nicht, oder wenn beide Spiele unentschieden enden (aufgrund des besseren direkten Vergleichs), oder bei einer ­Niederlage von Lyon.

Atalanta Bergamo ist noch nicht weg vom Fenster

Etwas weniger prickelnd wird der Mittwoch. In den Gruppen A (PSG und Real) und B (Bayern und Tottenham) ist der Mist geführt, geht es nicht einmal mehr um den Gruppensieg. In der Gruppe C dagegen kämpfen ­Dinamo Zagreb (5), Schachtar Donezk (6) und Atalanta (4) um den zweiten Platz hinter Manchester City (11). Die Bergamasken müssten in Charkow gewinnen und kämen weiter, wenn die Citizens in Zagreb nicht verlieren würden.

In der Gruppe D muss Leverkusen (6) auf einen Sieg gegen Gruppensieger Juventus (13) hoffen und ebenso, dass Atlé­tico Madrid (7) sein Heimspiel gegen Lokomotive Moskau (3) nicht gewinnt.

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Autor

Markus Brütsch

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