CSI Basel

Hautnah dabei: Die Stars mischen sich unters Volk

Janika Sprunger mit Frend Piergiorgio Bucci beim Essen im Restaurant.

Janika Sprunger mit Frend Piergiorgio Bucci beim Essen im Restaurant.

Beim CSI Basel in der St. Jakobshalle treffen sich Reiter, Helfer und Arbeiter im selben Restaurant. Das wäre bei den Swiss Indoors, die in der selben Halle stattfinden, undenkbar.

Noch hinkt der CSI Basel in Sachen Zuschauer und Budget den Swiss Indoors hinterher. Doch so langsam holen die Reiter auf. Wie beim Tennisturnier im Herbst sind auch beim Reitturnier die Gänge und das Foyer in der St. Jakobshalle mit Ständen voll.

61 Aussteller bauen dort ihre Stände auf, die Pferdfreunde finden alles, was das Herz begehrt. Vom Stroh, über Zaumzeug, Stiefel, Sattel bis hin zur Wärmelampe für den Stall und den Traktor mit Rechen, um den Boden zu bearbeiten. «Ich musste dieses Jahr sogar einigen Ausstellern absagen», erklärt OK-Präsident Willy Bürgin.

Beeindruckende Zahlen

18,5 Millionen Franken beträgt das Budget der Swiss Indoors, 3,5 Millionen brauchen die Organisatoren des CSI. Rund 2,2 Millionen Franken Preisgeld schüttet Roger Brennwald, Besitzer der Swiss Indoors, aus, bei den Reitern geht es insgesamt um 731'000 Franken.

Pferde-Liebhaber müssen sich bei den vielen Ständen vorkommen wie im Schlaraffenland. Dieses Laufband dient verletzten Pferden zur Rehabilitation.

Pferde-Liebhaber müssen sich bei den vielen Ständen vorkommen wie im Schlaraffenland. Dieses Laufband dient verletzten Pferden zur Rehabilitation.

Während der Sieger der wichtigsten Prüfung, des Longines Grand Prix, 100'000 Franken kassiert, strich Roger Federer bei seinem Triumph in Basel im November mehr als 400'000 Franken ein. 9000 Fans finden bei den Swiss Indoors auf den Tribünen Platz, 6000 sind es beim CSI. Und während mehr als 70'000 Besucher an neun Tagen zum Tennis strömten, hofft Bürgin in diesem Jahr an den vier Tagen auf deutlich über 20'000.

Kein Problem bereitet die Verpflegung. Beim CSI gibt es 16 verschiedene Angebote, ähnlich sieht das beim Tennis aus. Normale Besucher kommen bei beiden Anlässen ebenso auf ihre Kosten wie die VIPs.

Olympiasieger auf Plastikstühlen

Gewaltig ist allerdings der Unterschied in Sachen Aufenthaltsraum für die Stars. In der Players Lounge bleiben Federer und Co. praktisch unter sich. Bodyguards bewachen den Eingang. Ausser den Spielern geniessen nur noch wenige Gäste und Coaches die bequemen Ledersessel. Das Buffet ist vom feinsten, selbstverständlich mit Sushi, zur Unterhaltung stehen Playstations im Raum.

Dagegen sitzen der vierfache Olympiasieger Ludger Beerbaum und seine Kollegen auf harten Platikstühlen an langen Bänken in einer schmucklosen Turnhalle. Sie bedienen sich am selben Buffet und stehen Schlange wie die rund 400 Helfer, 100 Journalisten und die Stallarbeiter. Ganz einfach unkompliziert. Der ganz normale Ticketkäufer bleibt allerdings auch bei den Reitern aussen vor.

Bei den Ausstellern gibt es für Gross und Klein viel zu bestaunen.

Bei den Ausstellern gibt es für Gross und Klein viel zu bestaunen.

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