Fussball
Hat der Fussballverband Jürgen Klinsmann als Nati-Trainer im Visier?

Der Fussballverband soll Interesse an Jürgen Klinsmann als neuer Nati-Trainer haben, schreiben mehrere Medien. Kann sein. Fakt ist aber: Die Schweiz kann sich einen wie Klinsmann gar nicht leisten.

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Jürgen Klinsmann wird wohl nicht mit der Schweizer Nati jubeln.

Jürgen Klinsmann wird wohl nicht mit der Schweizer Nati jubeln.

Keystone

Die Suche nach einem Nachfolger von Ottmar Hitzfeld läuft. Nun taucht ein neuer Name auf dem Kandidaten-Karussell auf: Jürgen Klinsmann. Doch will der ehemalige deutsche Nationaltrainer auch in die Schweiz?

Jürgen Klinsmann als Schweizer Nati-Trainer? Fakt ist, Klinsi, der heute die US-Nati betreut, ist als Trainer begehrt. «Es kamen mehrere Anfragen in den letzten Monaten von europäischen Klubs. Auch Verbände kamen auf mich zu, für die Zeit nach der WM.» Das sei eine schöne Bestätigung seiner Arbeit als US-Coach, sagt Klinsmann gegenüber «bild.de».

Auch wenn die Schweiz Klinsi ins Visier genommen haben sollte, der Deutsche, der seit Jahren in den USA lebt, wird wohl nicht kommen. «Im Moment bin ich vollkommen fokussiert auf die WM 2014 in Brasilien, damit wir mit der USA einen weiteren grossen Schritt nach vorne machen», sagt er.

Sein Vertrag läuft nach der WM aus. Klinsmann fühlt sich in den USA aber sehr wohl. Er erklärte jüngst, dass er die US-Staatsbürgerschaft beantragen will. «Wenn ich mal mehr Zeit für den ganzen Papierkram habe, dann nehme ich es vielleicht bald in Angriff. Ich bin jetzt seit 15 Jahren hier, ich würde auch gerne mal den Präsidenten wählen», sagte der der «Welt». Schlägt sich seine Nati in Brasilien gut, dann wird er wohl in den USA bleiben.

Dazu kommt. Die Schweiz kann sich einen wie Klinsmann gar nicht leisten. Heute verdient er jährlich fix 2,5 Millionen Dollar. Dazu kommen horrende Präminen. Im Fall der WM in Brasilien liegen für Klinsmann bis zu 10,5 Millionen Dollar drin, das Minimum sind 0,5 Millionen.

Die grössten Erfolge in der Karriere Hitzfeld
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Meister mit GC 1990 und 1991 Mit den Zürchern holte Hitzfeld zwei Meistertitel und zwei Cup-Siege.
Meistertitel mit Dortmund 1995 und 1996 Zu Beginn der Saison 1991/1992 wagte Hitzfeld den Sprung in die Bundesliga zu Borussia Dortmund. In der Folgesaison erreichte er das UEFA-Pokal-Finale, später folgten zwei Meistertitel – seine ersten in der Bundesliga.
Champions League Sieger 1997 Die grössten Erfolge feierte Hitzfeld in der Champions League: 1997 holte er mit Borussia Dortmund den Champions League-Titel dank einem 3:1-Erfolg über Juventus Turin. Im Kader der schwarz-gelben: Stéphane Chapuisat. Nach dem Triumph trat Hitzfeld zurück.
Champions League Sieger 2001 Mit den Bayern wiederholte Hitzfeld 2001 seinen Triumph in der Champions League. Dank Stars wie Oliver Kahn, Mehmet Scholl oder Giovane Elber besiegten die Deutschen Valencia in einem dramatischen Finale nach Elfmeterschiessen.
Der Champions League-Gewinner Dank seinen internationalen Erfolgen mit Dortmund und Bayern ist Hitzfeld neben Ernst Happel, José Mourinho und Jupp Heynckes einer von vier Trainern, der die Champions League bzw. deren Vorgänger mit zwei unterschiedlichen Vereinen gewann.
Dreifacher DFB-Pokalsieger In seiner Zeit in München (1998-2004 und 2007-2008) holte Hitzfeld drei Mal den DFB-Pokal: 2000, 2003 und 2008. In all diesen Jahren gelang ihm dank dem zusätzlichen Meistertitel das Double.
Sechsfacher Meister mit Bayern München Seine grösste Zeit erlebte Hitzfeld bei Bayern München, als er zwischen 1999 und 2003 vier Mal die Deutsche Bundesliga gewann. Nach seiner Entlassung 2004 kehrte der Erfolgscoach 2007 zurück und holte auf Anhieb seine fünfte Schale mit den Bayern.
Abschied in München 2008 2008 verabschiedete sich Ottmar Hitzfeld tränenreich vom Klubfussball. In seiner letzten Saison holte er mit den Bayern das Double.
Erfolgreichster Bundesliga-Trainer aller Zeiten 2010 wurde Hitzfeld dank seinen Erfolgen mit Dortmund und Bayern München zum bisher erfolgreichsten Bundesliga-Trainer aller Zeiten gewählt.
Nationaltrainer der Schweiz ab 2008 Nach seiner zweiten erfolgreichen Zeit bei den Bayern übernahm Hitzfeld nach der EM 2008 die Schweizer Nationalmannschaft – seine erste Station ausserhalb des Klubfussballs.
WM 2010 in Südafrika Als Qualifikationssieger qualifizierte sich Hitzfeld 2010 zum ersten Mal für eine Weltmeisterschaft. Trotz dem überraschenden 1:0 gegen den späteren Weltmeister Spanien war bereits nach den Gruppenspielen Schluss.
WM 2014 in Brasilien Mit der Schweizer Nationalmannschaft qualifizierte sich Hitzfeld zum zweiten Mal in seiner Karriere für eine Weltmeisterschaft. Die Endrunde in Brasilien soll zum krönenden Abschluss einer grossen Trainerkarriere werden.

Die grössten Erfolge in der Karriere Hitzfeld

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