Roger Federer

Harte Kritik: «Junge machen mich krank»

Roger Federer hat es angesichts der jungen Tennis-Generation die Sprache verschlagen.

Roger Federer hat es angesichts der jungen Tennis-Generation die Sprache verschlagen.

Roger Federer möchte sich nicht mehr zu Nick Kyrgios und Bernard Tomic äussern.

Sie sind jung, talentiert und landen immer wieder neben der Spur: die beiden Australier Nick Kyrgios (21) und Bernard Tomic (24). Selbst mit Sperren, Bussen und der Kritik der Weltelite um Roger Federer, Novak Djokovic, Rafael Nadal oder Stan Wawrinka sind sie nicht zur Räson zu bringen. Kyrgios, der in der letzten Woche in Acapulco immerhin Novak Djokovic bezwingen konnte, beschimpfte in Mexiko wieder einmal die Zuschauer. Was tun?

Auch Roger Federer ist ratlos. "Ich möchte mich nicht mehr dazu äussern. Es gibt schon genügend Leute, die ihnen sagen, was sie tun sollen und was nicht. Ich bin sicher, alle sind es müde von diesen Vorfällen. Es macht mich krank", sagt der Baselbieter in Indian Wells, Kalifornien. Gleichzeitig lobt er die beiden Australier als aufregende Spieler, die den Tennis-Zirkus bereichern. Federer spricht von einem Lernprozess, den die Jungen durchmachen.

Nick Kyrgios tritt die traditionellen Regeln des Fairness im Tennis immer wieder mit Füssen.

Nick Kyrgios tritt die traditionellen Regeln des Fairness im Tennis immer wieder mit Füssen.

Kyrgios hatte im Herbst 2015 für einen der grössten Skandale der jüngeren Tennis-Geschichte gesorgt, als er in Kanada auf dem Platz Stan Wawrinkas Freundin Donna Vekic beleidigt hatte.

Der Tiefpunkt: Nick Kyrgios beleidigt Wawrinkas Freundin, Donna Vekic, 2015 in Montreal. (Youtube/First Sporting Production)

Später wurde er für Verstösse gegen die "Best Effort"-Regel gesperrt, weil er auf dem Platz offensichtlich nicht bereit war, sich gegen eine drohende Niederlage zu stemmen. Trotzdem belegt der Australier mit griechischen und malaysischen Wurzeln in der Weltrangliste den 15. Platz.

Ebenfalls schon mehrfach gebüsst wurde sein Landsmann Bernard Tomic. Er begründete seine Unlust einst mit dem Satz: "Wenn sie 23 Jahre alt und zehn Millionen Dollar wert wären, würden  sie sich auch nicht jedes Mal den Hintern aufreissen."

Auch Bernard Tomic hat einen Hang zur Überheblichkeit und schert sich auf dem Court häufig nicht um Anstandsregeln.

Auch Bernard Tomic hat einen Hang zur Überheblichkeit und schert sich auf dem Court häufig nicht um Anstandsregeln.

Tomic war einst der beste Junior der Welt. Im Alter von 18 Jahren erreichte er in Wimbledon als Qualifikant die Viertelfinals. Er hat in seiner Karriere drei Titel gewonnen. Die grosse Karriere aber blieb ihm bisher verwehrt.

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