Handball Schweizer Cup
Nach seiner Horrorverletzung im Spiel gegen Endingen: Stäfas Lukas Maag kann wieder lachen

Am Donnerstag kommt es im Cupspiel zwischen dem TV Endingen und Handball Stäfa zu einer furchtbaren Szene. Stäfas Lukas Maag verletzt sich schwer. Nun meldet er sich aus dem Spital.

Alessandro Crippa
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Die fatale Szene: Endingens Joel Huesmann (l.) versucht, Stäfas Lukas Maag am Abschluss zu hindern. Danach stürzt der Zürcher und zieht sich einen offenen Bruch des Sprunggelenks zu.

Die fatale Szene: Endingens Joel Huesmann (l.) versucht, Stäfas Lukas Maag am Abschluss zu hindern. Danach stürzt der Zürcher und zieht sich einen offenen Bruch des Sprunggelenks zu.

Alexander Wagner

Es läuft die 46. Minute im Cup-Achtelfinal zwischen dem TV Endingen (NLA) und Handball Stäfa (NLB), als sich eine tragische Szene ereignet. Stäfas Captain Lukas Maag setzt im Gegenstoss zum Wurf an, als er von Endingens Joel Huesmann bei dessen Abwehrversuch so unglücklich getroffen wird, dass er stürzt und vor Schmerzen schreiend liegen bleibt. Die Spieler laufen aufgrund dessen reihenweise aus der Halle, später wird die Partie abgebrochen.

«Die beste Entscheidung»

Es stellt sich heraus, dass sich der Regisseur des Zürcher NLB-Teams einen komplizierten offenen Bruch des Sprunggelenks zuzieht. Er muss mit der Ambulanz ins Spital gebracht werden und wird schon bald darauf ein erstes Mal operiert.

Die Betroffenheit ist riesig, der Schock in der Handball-Schweiz ebenso. Der Schweizerische Handballverband entscheidet sich, dass das abgebrochene Spiel nicht nachgeholt wird und Chenois Genève kampflos ins Halbfinale einzieht. Endingen wie Stäfa nehmen diese Entscheidung sportlich hin, die Gesundheit Maags ist in dieser Situation viel wichtiger. So sagt Endingens Trainer Zoltan Majeri: «Ich bin voll einverstanden mit den Vereinen und dem Verband. Das ist die richtige Entscheidung.» Er fügt an:

«Dies auch aus Respekt für den Spieler und die Mannschaften. Hauptsache er wird gesund, alles andere ist Nebensache. Das war die beste Entscheidung.»

Maag hat den Blick schon auf die Reha und Physio gerichtet

Soweit man das sagen darf, ist Lukas Maag auf einem guten Weg, in absehbarer Zeit wieder «gesund» zu werden: Am Samstag meldet sich der verletzte Spieler via Vereinshomepage aus dem Spital. Im Rollstuhl sitzend, damit sein Bein stabil ist, lacht der 30-Jährige in die Kamera. Immerhin das! Die vielen Nachrichten und die grosse Anteilnahme der Handballfamilie freuen ihn sehr, lässt Maag verlauten. Weiter sagt er:

«Mir geht es den Umständen entsprechend gut.»

Die erste OP, in welcher die Knochen gerichtet wurden, sei gut verlaufen, heisst es weiter. Bei einem zweiten Eingriff, der für Mittwoch vorgesehen ist, soll das Wadenbein mit einer Platte fixiert werden. Ausserdem benötigt es eine Stellschraube für die kaputte Syndesmose. Und was kommt dann? Lukas Maag blickt bereits optimistisch nach vorne und sagt: «Danach geht es los mit Reha und Physio.»