Flavio: «Ribéry, Robben, Balo und Co. gratis zu haben. Schlägt gar ein Schweizer Klub zu?» Es muss ziemliche Flaute herrschen, dass der Blick diese Schlagzeile produziert.
Pius: Zu schön, um wahr zu sein. Ich habe mich über die Schlagzeile sehr gewundert.
Tobias: Was gewundert! Blödsinn war das. Erstens: Kein Schweizer Klub kann sich einen dieser drei Spieler leisten. Zweitens: Keiner dieser drei Spieler ist auf Geld angewiesen. Und dann gibt es noch ganz viele andere Aspekte, die diese Schlagzeile ad absurdum führen würden.
David: Bei Balotelli wäre ich mir aber nicht so sicher, ob er für immer ausgesorgt hat – bei seinem verschwenderischen Lebensstil.
François: Das wissen wir nicht. Wovon wir aber ausgehen können. Allein schon seine Fahrt in die Schweiz wäre ein Ereignis. Gut möglich, dass er statt in Basel oder Zürich in Bonn oder Zagreb landet.
Pius: Für etwas gibt es Navi!
François: Das ist etwas für Normalos wie uns. Balotelli engagiert auch mal einen Taxifahrer, der vor ihm her fahren muss. Passiert, als er sich von Manchester zu einem Treffen nach London aufgemacht hat.
Tobias: Absolut verrückt, der Typ. Pius: Gehen wir davon aus, Balotelli findet keinen neuen Arbeitgeber in einer grossen Liga aber Gefallen an der Idee, in der Schweiz zu spielen.
David: Dann würde uns beste Unterhaltung geboten und der «Bachelor» und seine «-ette» hätten definitiv ein Problem, die Quote zu halten. Der Klub , der Balotelli anstellt, sollte sich umgehend um ein Care Team für seine Angestellten bemühen.
Flavio: Wenn man darauf achtet, dass Balotelli keine Dartpfeile in die Hände kriegt, mit denen er auf Junioren zielt, sehe ich keine Probleme.

Sorgt mit zwei Treffern gegen Deutschland für den Einzug in den EM-Final 2012. Oder die Zeit, als Mario Balotelli auch auf dem Platz für Furore sorgte.

Sorgt mit zwei Treffern gegen Deutschland für den Einzug in den EM-Final 2012. Oder die Zeit, als Mario Balotelli auch auf dem Platz für Furore sorgte.

Tobias: Du armer Kerl! Träumst du immer noch von Balotelli, dem Erlöser des ach so arg gebeutelten italienischen Fussballs? Wach auf! Balotelli ist Geschichte! Wie Cäsar, wie Michelangelo, wie Leonardo da Vinci, wie der WM-Titel 2006. Wo er auch war, ob in Mailand, in Manchester, in Liverpool oder Nizza und Marseille: Der Typ ist durchgefallen! Dabei hat man fast alles versucht, ihn auf den Weg der Tugend zu führen. In Liverpool wurde gar eine Klausel ausgehandelt, die Balotelli eine Million Pfund versprach, sollte er nicht öfter als drei Mal vom Platz gestellt werden.
Pius: Bedeutet das: Akte schliessen? Aus die Maus für Balotelli? Trotz aller Skandale irgendwie schade, oder?
François: Fände ich auch. Vielleicht aber gibt es doch noch eine Lösung für das Problem Balotelli.
Flavio: Und zwar?
François: Einen Wechsel der Sportart.

Bling-Bling-Balo.

Bling-Bling-Balo.

David: An welche Sportart denkst du? Ich kann mir nicht vorstellen, dass Balotelli unfallfrei Schlittschuh laufen oder Ski fahren kann.
François: Ich könnte mir Balotelli in Zwilchhosen vorstellen. Das wäre bestimmt eine Riesengaudi.
Flavio: Was? Balotelli im Sägemehl?
David: Doch, doch, das passt. Sogar sehr gut. Im Schwingen drohen Balotelli keine Platzverweise.
Tobias: Dartpfeile und andere Wurfgegenstände sind beim Schwingen verboten.
François: Und wenn er wie in England mal ein paar Tausendernoten im offenen Maserati liegen lässt, muss er nicht befürchten, dass die Kohle wegkommt.
Pius: Aber vor allem freue ich mich darauf, wie Balotelli auf dem Siegermuni nach Hause reitet – immer schön dem Taxi hinterher.