«Wir werden die Suche nach einem Nachfolger fortsetzen, weiter mit geeigneten Kandidaten Gespräche führen. Wir lassen uns jetzt Zeit», sagt der Nati-Delegierte Peter Stadelmann nach den Absagen von Marcel Koller und Lucien Favre.

Der Faktor Zeit hätte nur im Fall Koller gedrängt, weshalb diese Option auch in der gebotenen Eile geprüft wurde. «Nun haben wir Klartext», sagt Stadelmann.

Beschränkte sich der SFV in den letzten Wochen einzig um ein mögliches Engagement von Marcel Koller, läuft die Suche nun auf mehreren Ebenen ab. «Wir fahren mehrgleisig. Es laufen auf verschiedenen Ebenen Abklärungen», sagt Kommunikations-Chef Marco von Ah.

Tami, Gross und Pont – die Topkandidaten

Oben auf der Liste dürften Namen wie Pierluigi Tami oder Christian Gross stehen. Tami verschaffte sich als U21-Nationalcoach in den letzten Jahren gehörigen Respekt. 2011 erreichte er mit seiner Mannschaft den zweiten Rang an der U21-EM in Dänemark und wurde daraufhin zum Schweizer Fussballtrainer des Jahres gewählt.

Für ihn spricht auch, dass er einen grossen Teil der Spieler bereits kennt und schon selbst trainiert hat. Zudem versteht er es, mit jungen Spielern zu arbeiten - für die junge Schweizer Nati wäre er also geradezu prädestiniert.

Der Name Christian Gross wird schon seit einiger Zeit immer wieder mit der Nationalmannschaft verbunden. Der Zürcher wurde mit GC und dem FC Basel sechs Mal Schweizer Meister und holte sich dank den Auftritten in der Champions League und im UI-Cup auch internationale Erfahrungen.

Seine Auslandabenteuer in Tottenham und Stuttgart musste er allerdings wegen fehlendem Erfolg bereits früh wieder abbrechen.


Eher im Hintergrund steht der ruhige Michel Pont. Aber: Der langjährige Assistent ist ein sicherer Wert und kennt die Strukturen in der Nationalmannschaft und die Spieler schon seit Jahren.

Drei interessante Möglichkeiten aus der Super League

Das Feld der Spekulationen hinter Tami, Gross und Pont ist allerdings riesig. Roberto Di Matteo ist ein junger Trainer, der mit seinem Champions League-Triumph mit dem FC Chelsea international für Aufsehen sorgte. Sein Namen kann sich durchaus mit jenem von Ottmar Hitzfeld vergleichen.

Doch auch drei Trainer aus der Super League könnten für die Nationalmannschaft interessant sein: Jeff Saibene (St. Gallen), Murat Yakin (Basel) und Urs Fischer (Thun) hinterlassen bei ihren Klubs ihre Handschrift. Zudem laufen die Verträge von Yakin und Fischer im Sommer 2014 aus.

Mit Ciriaco Sforza steht auch ein Trainer auf der Liste, der schon seit zwei Jahren auf ein neues Engagement wartet.