Lichtsteiner - Rakitic
Gibt es ein Schweizer Duell im Final der Champions League?

Die FC Basel ist seit den Achtelfinals draussen. Trotzdem ist die Champions League für die Schweiz noch nicht gelaufen. Mit Stephan Lichtsteiner für Juve und Ivan Rakitic für den FC Barcelona bestehen sogar die Chancen auf ein Schweizer Final-Duell.

Irene Müller
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Wie schön wäre solch ein CL-Final mit zu verfolgen - egal wies ausgeht, die Schweiz gewinnt.

Wie schön wäre solch ein CL-Final mit zu verfolgen - egal wies ausgeht, die Schweiz gewinnt.

Keystone

Seine ersten Tore schoss er für den kleinen FC Möhlin im Fricktal, nun trifft er für einen der grössten Fussballklubs der Welt. Ivan Rakitic hat es als Fussballprofi so weit gebracht, wie kaum ein anderer Schweizer vor ihm. Ja, auch wenn er sich für die kroatische Nationalmannschaft entschieden hat, bleibt er trotzdem ein Schweizer - zumindest auf dem Papier.

Der Doppelbürger ist beim spanischen Erfolgsklub Barcelona nicht nur irgend ein Bankdrücker, sondern ein wichtiger Stammspieler geworden und schlägt sich auch in der Champions League hervorragend. Während sein alter Klub FC Basel in Achtelfinals ausgeschieden ist, hat er sein erstes Tor in der Königsklasse für Barcelona gegen Manchester City geschossen. Im Halbfinal-Hinspiel vom Mittwochabend, gab er die Vorlage für Messis zweiten Treffer gegen Bayern. Nun kann Barcelona mit einem 3:0-Polster in das Rückspiel starten und das CL-Final scheint greifbar.

Champions League Halbfinal: Barcelona - Bayern-München
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Neymar macht auf bauchfrei
Pique zupft dem maskierten Lewandwski am Trikot
Bayern-Coach Guardiola auf Nadeln
Rafinha in der Luft
Neuer schlägt den Ball an Neymar vorbei
Neymar kassiert Gelb
Messi und Bernat
Messi kämpft sich durch

Champions League Halbfinal: Barcelona - Bayern-München

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Doch noch ein zweiter Schweizer kämpft mit seinem Team für den Finaleinzug. Stephan Lichtsteiner hat mit Juventus Turin ebenfalls bereits das Hinspiel gewonnen - jedoch wegen einem Gegentreffer von Real Madrid mit nur einem Tor Vorsprung. Deshalb warten nun auf Juve im Rückspiel noch «90 oder 120 sehr harte Minuten», wie es Lichtsteiner gegenüber SRF ausgedrückt hatte.

Die Turiner Fans verwandeln die Juventus-Arena in einen Hexenkessel.
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Cristiano Ronaldo erzielte in der 27. Minute den 1:1-Ausgleichstreffer und setzte zum Jubel an. Eins...
Zwei...
Und Drei!
Der Schweizer Stephan Lichtsteiner im Luftduell mit Marcelo.
Juventus Turin - Real Madrid, Champions League-Halbfinal Hinspiel 2014/2015.

Die Turiner Fans verwandeln die Juventus-Arena in einen Hexenkessel.

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Trotzdem: Die Chancen sind da und werden immer realer, dass am 6. Juni zwei Schweizer gegeneinander um den Champions-League-Pokal spielen werden. Und wir würden dieses Schauspiel mit Genuss verfolgen.

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