Super League

Geisterspiel in Sion, FCZ von der Rolle, Xamax in der Barrage: Tristesse in der Super League

Wissen sich nicht mehr zu helfen: Die uninspirierten FCZ-Spieler.

Wissen sich nicht mehr zu helfen: Die uninspirierten FCZ-Spieler.

Die vorletzte Runde der Super League bringt einen 3:0-Sieg von Luzern über den FCZ und die Verurteilung von Xamax in die Barrage. Beide Zürcher Vereine zeigen sich von ihrer schwachen Seite, im Geisterspiel strauchelt GC gegen Sion, einzig St. Gallen vermag zu überraschen.

Der FC Zürich befindet sich wieder im alten Fahrwasser. Nach den beiden Siegen gegen Xamax und Thun, die ihn aller Abstiegssorgen entledigt und sogar Hoffnungen geweckt haben, der dritte Platz sei noch erreichbar, ist die Tristesse zurück.

Beim 0:3 in Luzern zeigten sich die Zürcher von einer ganz schwachen Seite und können die direkte Qualifikation für die Gruppenphase der Europa League nur noch in der Theorie schaffen.

Diese via Ligaklassierung zu fixieren, war durch den Cupsieg des FC Basel möglich geworden. Mit einem abschliessenden Heimsieg über St. Gallen könnte der FCZ zumindest noch die Qualifikation für die Europa League erreichen, wenn Thun in Sion nicht gewinnt.

Uninspirierter Auftritt

Es war zwar zu vermuten gewesen, dass durch die beiden Erfolge bei den Zürchern nicht gleich alles wieder gut sein würde. Dennoch erstaunte, wie uninspiriert ihr Auftritt in der Swissporarena war.

Sie hatten zwar deutlich mehr Ballbesitz als die Gastgeber, dass man sich dafür aber nichts kaufen kann, ist hinlänglich bekannt. Und weil sie nicht nur überaus harmlos im Spiel nach vorne waren, sondern fehleranfällig nach hinten, kriegten sie durch Ruben Vargas zwei Gegentore und steuerten durch Mirlind Kryeziu ein drittes selber bei.

«Das war ein sehr bitterer Abend. Wir kassierten dumme Tore und haben schlecht verteidigt», sagte Goalie Yanick Brecher. «Wir wollten die Saison retten, waren aber nicht bereit dafür.»

Lustenberger gefeiert

Weil das Spiel schon kurz nach der Pause entschieden war, wurde die Einwechslung des langjährigen Luzerner Captains Claudio Lustenberger zum Highlight der Schlussphase. Der 32-Jährige beendet nach 13 Profijahren seine Laufbahn. «Mit einem schöneren Heimsieg kann man nicht abtreten. Wir sind noch im Rennen um den Europacupplatz und das macht mich stolz», sagte Lustenberger.

Punktemässig haben die Luzerner nun die besten Chancen auf Rang drei, liegen sie doch je einen Punkt vor Lugano und St. Gallen. Allerdings spricht für die Tessiner, dass sie zu Hause gegen das inferiore GC antreten können.

Der Absteiger blieb zum zwanzigsten Mal in Folge sieglos und unterlag Sion im Geisterspiel nach drei Toren von Itaitinga 0:3. Luzern dagegen muss bei Meister YB antreten, das sich zweifellos mit einem Heimsieg von seinem Publikum verabschieden will.

Können sich also Luzern, Lugano, St. Gallen (4:1 gegen YB mit dem neunten Saisongoal von Tranquillo Barnetta), Thun (1:2 gegen Basel) und der FCZ noch grosse bis theoretische Europacupchancen ausrechnen, so steht definitiv fest, dass Xamax in der kommenden Woche die Barrage gegen Aarau oder Lausanne bestreiten muss.

Verwandte Themen:

Meistgesehen

Artboard 1