Die Vorinstanz hatte es als nicht erwiesen erachtet, dass der Angeschuldigte bei den Ausschreitungen vor der Partie FC Zürich gegen FC Basel am 11. Mai 2011 eine aktive Rolle gespielt hatte. Das Obergericht verurteilte den Mann nun aber "aufgrund von neuem Beweismaterial", wie es am Montag in Zürich hiess.

Der Mann wurde wegen Landfriedensbruchs zu einer bedingten Geldstrafe von 120 Tagessätzen zu 100 Franken verurteilt. Laut Staatsanwaltschaft soll der Beschuldigte im Letzigrund mitgemacht haben, als FC-Basel-Fans Sicherheitsleute verprügelt sowie Essensstände und ein WC demoliert hatten. Bei den Krawallen entstand ein Sachschaden von mindestens 90'000 Franken.

Die Polizei hatte nach dem Freispruch durch das Zürcher Bezirksgericht neue Videoaufnahmen der Krawalle ausfindig gemacht. Diese dienten der Staatsanwaltschaft als Beweise. Auf den Bildern ist zu sehen, wie der nicht geständige Beschuldigte etwas wirft.

Der 33-jährige bestritt, der Mann auf den Aufnahmen zu sein. Für das Gericht waren die Bilder aber Beweis genug. Der Beschuldigte habe sich aktiv an der Zusammenrottung beteiligt, argumentierte der Richter. Der Mann muss neben der Geldstrafe auch die Verfahrenskosten tragen.

Der Angeklagte gehörte zu jenen FCB Fans, die nach den Ausschreitungen per Fahndungsbild im Internet gesucht worden waren. Er hatte sich selber bei der Polizei gestellt. Die Zürcher Staatsanwaltschaft hatte 21 Verfahren gegen die Randalierer eingeleitet.