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Zoff um Deutschlands Kapitänsbinde

Fussball-Deutschland verfolgt gebannt den Machtkampf zwischen zwei Alphatieren: Michael Ballack und Philipp Lahm. Letzterer will die Kapitänsbinde nicht mehr abgeben. Ballack reiste vorzeitig ab. Zoff im Lager der deutschen Mannschaft?

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Will auch nach der WM Captain bleiben: Philipp Lahm

Will auch nach der WM Captain bleiben: Philipp Lahm

Keystone

Lahm sagt: «Ich gebe die Binde nicht freiwillig her». Und Ballack reiste am Montag überraschend ab.

Gestern Abend nahm Joachim Löw (50) erstmals Stellung zum Machtkampf - und stützte Lahm.

Löw: «Die Aussagen von Philipp stören uns hier nicht. Er hat die Kapitänsrolle vorbildlich ausgefüllt, jeder kann seine Meinung sagen.»

Manager Manager Oliver Bierhoff (42) sprach am Vormittag von einer «unnötigen Diskussion. Lahm ist der WM-Kapitän, Ballack der Kapitän.»

Bild.de weiss: Für Joachim Löw (50) kommt der ganze Ärger nicht überraschend. Er war über die Lahm- Aussagen informiert. Und nahm in Kauf, dass es zum Knall mit Ballack kommt! Warum tut er das? Löw ist kein Ballack-Gegner.

Aber er sieht, wie sich seine Mannschaft in kurzer Zeit zu einem verschworenen Haufen entwickelt hat - der BAllack-Effekt ohne Ballack. Diesen «Dominator», der Spieler wie Bastian Schweinsteiger, Philipp Lahm oder auch Mesut Özil beiseite drückte mit seiner Präsenz.

Und: Löw spürt, wie befreit die Mannschaft ohne Ballack spielt. Das hat auch ihn überrascht. Natürlich kann niemand wissen, ob wir mit Ballack nicht sogar 5:0 gegen Argentinien gewonnen hätten.

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