Super League

Zeichen deuten auf René Weilers Abschied

FC-Aarau-Trainer René Weiler treibte seine Mannschaft nach vorne.

FC-Aarau-Trainer René Weiler treibte seine Mannschaft nach vorne.

War es René Weilers Abschiedsspiel beim FC Aarau? Der Trainer sagt zur sportlichen Zukunft noch nichts, weil er sich mit der Führungscrew zusammensetzen wird, um über die Zukunft zu diskutieren. Kann er mit Aarau noch mehr erreichen?

Nimmt der Trainer des FC Aarau trotz laufenden Vertrags den Hut? Der FC Aarau erreicht beim FC Zürich ein 2:2 und der Trainer wird wohl gehen. Weiler schweigt. Warum? Was hat er zu verbergen? Hat er ein Angebot? Geht er zum FC Basel? «Kein Kommentar», sagt Weiler. Und dreht sich ab.

Mehr ist nicht mehr möglich

Wenn Weiler nicht sprechen will, dann sprechen wir Klartext und stellen die entscheidende Frage: Was will Weiler nach mehr als drei erfolgreichen Jahren mit dem FC Aarau noch erreichen? Die Antwort: Mehr als bisher kann er nicht schaffen. In der Saison 2011/12 qualifizierte sich Weiler mit Aarau für die Aufstiegsspiele in die Super League gegen Sion und scheiterte nur knapp. 2012/13 schaffte er den Sprung in die Top 10 des Schweizer Fussballs. Und 2013/14 erreichte er auf souveräne Art und Weise den Ligaerhalt. Nun ist seine Zeit abgelaufen. Weiler ist bereit für den nächsten Schritt in seiner Karriere. Für einen grossen Schritt. Für den Schritt nach Basel?

Weiler wird den FC Aarau also aller Voraussicht nach verlassen. Das ist die schlechte Nachricht. Es gibt aber auch gute Nachrichten. Der FC Aarau schoss beim 2:2 gegen den FC Zürich zwei Traumtore.

Beginnen wir mit «Fussballgott» Sandro Burki: Der Captain des FC Aarau fasste sich nach 83 Minuten ein Herz und schoss den Ball mit dem rechten Fuss aus 25 Metern in den Netzhimmel. Es war bereits das zweite Traumtor der Aarauer. Sven Lüscher schlenzte den Ball noch vor Ablauf einer Stunde ebenfalls mit demrechten Fuss aus 19 Metern in die hohe Torecke und traf zum zwischenzeitlichen 1:1.

Einfacher wird es nicht

Am Ende holten die Aarauer dank Willensstärke und Moral verdientermassen einen Punkt. Und hätte Weilers Team nicht fünf Minuten gebraucht, um in die Gänge zu kommen, wäre sogar mehr möglich gewesen. So aber erzielte Flügelstürmer Pedro Henrique bereits nach 150 Sekunden das 1:0 für den FCZ. Nach Lüschers Ausgleich gelang Marco Schönbächler das 2:1 für den FCZ. Und dann kam Burki und schoss sein zweites Saisontor. Es war wohl der schönste Aarauer Treffer in einer Saison, die trotz Weilers bevorstehendem Abgang beste Unterhaltung und 42 Punkte aus 36 Spielen einbrachte.

Bleibt die Frage, was der FC Aarau in der Saison 2014/15 in der höchsten Spielklasse zu leisten imstande ist? Einfacher wird es nicht. Und mit Rang 9 wie in dieser Meisterschaft wären wohl alle zufrieden.

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