Super League

Young Boys feiern 6:0-Gala gegen Xamax – Luzern gegen Servette 2:2

Tore, Tore, Tore: Die Young Boys kommen gegen Xamax nicht mehr aus dem Feiern heraus

Tore, Tore, Tore: Die Young Boys kommen gegen Xamax nicht mehr aus dem Feiern heraus

YB bleibt daheim eine Macht. Acht Minuten genügen dem Meister gegen das Vorletzte Neuchâtel Xamax zum diskussionslosen Sieg. Dank dem 6:0 legen die Berner im Titel-Fernduell mit St. Gallen vor.

Eine gute halbe Stunde erinnerten die Young Boys im Wankdorf an die Mannschaft, die am Dienstag in Thun beim Schlusslicht 0:1 unterlegen war. Die Gäste aus Neuenburg wirkten spritziger und aggressiver als die Berner, die kaum Ideen fanden, den Defensivverbund aus Neuenburg einmal richtig zu testen. YB brauchte in der 20. Minute einen Freistoss von Miralem Sulejmani, einer von sechs neuen Startern im Team von Gerardo Seoane, um erstmals richtig gefährlich zu werden. 

Dass YB die drei Punkte bereits zur Pause auf das Haben-Konto würde buchen können, war bei Jordan Lotombas Vorstoss in der 37. Minute noch nicht einmal im Ansatz erkennbar. Mit einem stark gespielten Steilpass schickte Lotomba Mitspieler Gianluca Gaudino auf die Reise, der den Ball mit grosser Übersicht in die Mitte legte, wo Jean-Pierre Nsame verpasste und Michel Aebischer zur Stelle war. Mit dem 1:0 setzte bei YB eine derart offenkundige und jähe Veränderung ein, dass sie in Franz Kafkas Erzählung "die Verwandlung" Erwähnung finden könnte.

8:07 Minuten benötigten die Berner, um aus dem 1:0 ein vorentscheidendes 4:0 zu machen: Nie zuvor glückten einem Super-League-Team vier Tore schneller. Mit Jean-Pierre Nsame (40./45.) und Christian Fassnacht (42.) trafen zwei Spieler, die gegen Xamax zurück in die Startformation gekehrt waren. Die Tore nach der Pause erzielten die eingewechselten Vincent Sierro (79.) und Meschack Elia (91.).

Die Berner meldeten sich nach dem 0:1 in Thun, das ihnen gar vom eigenen Sportchef Kritik eingebracht hatte, eindrücklich im Meisterrennen zurück. Sie liegen nun drei Punkte vor dem FC St. Gallen, der nach dem 0:4 gegen den FC Zürich am Sonntag gegen die unangenehmen Thuner spielen muss.

Margiotta führt Luzern zum Punktgewinn gegen Servette

Das Duell um den 4. Platz der Super League zwischen Luzern und Servette endete in einem Patt (2:2). Dank Francesco Margiotta kam der FCL im dritten Meisterschaftsduell mit den Genfern trotz eines 0:2-Pausenrückstands immerhin zum ersten Punkt.

Bis zur Pause deutete eigentlich alles darauf hin, dass der Aufsteiger für die Zentralschweizer auch im dritten Duell der Saison zu stark sei. Bereits in der 5. Minute ging der Gast aus Genf durch Boris Cespedes in Front, Timothé Cognat (44.) erhöhte für Servette kurz vor der Pause verdientermassen auf 2:0. Das Team von Trainer Alain Geiger hinterliess in den ersten 45 Minuten den frischeren Eindruck als der FCL, agierte gedankenschneller und war mit einer nötigen Prise Schlitzohrigkeit angereist.

Vor dem 1:0 in der 5. Minute antizipierte Gaël Ondoua einen schlechten Pass von Luzerns Captain Lucas Alves und drängte sich zwischen Marvin Schulz und den Ball, im Vorfeld des 2:0 düpierte Grejohn Kyei Gegenspieler Marco Burch mit einem kleinen Rempler zur rechten Zeit. Die Luzerner erwachten nach einer Stunde und dem Anschlusstreffer von Topskorer Francesco Margiotta zum Leben. Hatte er beim 1:2 von einem nach vorne abgewehrten Ball von Servettes Goalie Jérémy Frick profitiert, zeigte der Italiener fünf Minuten später seine ganze Klasse. Aus der Drehung schlenzte Margiotta den Ball aus 18 Metern über Frick hinweg zum Ausgleich ins Tor.

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