Axpo Super League

YB will Luzerns Ungeschlagenheit beenden

Murat Yakin tritt heute mit Luzern in Bern an

Murat Yakin tritt heute mit Luzern in Bern an

Heute Sonntag stehen in der Axpo Super League zwei Partien im Brennpunkt. An der Spitze kommt es zum Duell YB - Luzern. Derweil versuchen sich GC und der FCZ im Derby aus der Krise zu arbeiten.

Zehn Runden gespielt und noch immer ungeschlagen: Der Lauf von Leader Luzern ist beeindruckend und erheischt Respekt. Der FCL reihte zuletzt fünf Vollerfolge in der Meisterschaft aneinander. Der Reihe nach mussten Titelverteidiger Basel (1:3), die Grasshoppers (0:1), der FC Zürich (1:3), Servette (0:2) und Verfolger Sion (0:2) die Stärken des Teams von Murat Yakin akzeptieren. Mit Ausnahme von GC und Aufsteiger Servette alles Konkurrenten, die zu den Titelanwärtern gehören. Anstelle der Walliser, die nach dem unglücklichen 0:2 in Luzern auf Platz 3 abrutschten, rückten letzten Sonntag die Young Boys an die Position des ersten Verfolgers und Herausforderers der Luzerner. Die Berner haben sich fest vorgenommen, das erste Team zu sein, welches den FCL bezwingt. Muss es auch, sonst droht der Abstand auf die Innerschweizer auf neun Punkte anzuwachsen.

Nach zehn Meisterschaftsrunden scheinen die YB-Spieler verinnerlicht zu haben, was Trainer Christian Gross von ihnen verlangt. Die letzten drei Partien wurde alle gewonnen. Allerdings waren Lausanne (3:0), Neuchâtel Xamax (4:1) und der FCZ (2:1) nicht vom gleichen Kaliber wie nun der FC Luzern. "Wir müssen schwer dagegenhalten, dominant auftreten, den Luzernern unser Spiel aufzwingen, und wir dürfen vor allem in der Abwehr keine Fehler machen. Denn diese werden vom Leader sofort ausgenützt", gab Gross die Marschroute schon zwei Tage vor dem Topspiel bekannt. Sein Antipode Murat Yakin weiss aber auch schon haargenau, was im Duell mit dem früheren Lehrmeister auf ihn und seine Mannschaft zukommen: "Ich erwarte ein sehr waches YB, das nicht Gefahr laufen will, sich einen noch grösseren Rückstandeinzuhandeln. Wir werden auf ein Team treffen, das so konzentriert auftritt wie der Trainer an der Linie." Für Yakin ist aber klar, dass er auch in Bern den Vollerfolg anstrebt: "Wir trainieren nicht für Unentschieden oder Niederlagen!"

Der FC Zürich kehrt mit einem weiteren harten Tiefschlag aus der Europa League ins Meisterschaftsgeschehen zurück. Gegen Vaslui reichte es zwar zum ersten Punktgewinn, doch nach der dominanten Darbietung hätte eigentlich ein Vollerfolg für neues Selbstvertrauen sorgen sollen. Die unfreundliche Behandlung durch den israelischen Schiedsrichter und das dadurch entgangene wichtige Erfolgserlebnis müssten jedoch neue Energien freigemacht haben. Mit der Wut im Bauch ins Derby zu steigen hatte sich bereits im Hinspiel bewährt, als drei peinliche Startniederlagen den FCZ bis aufs Blut gereizt hatten. Die Folge war eine brutale 0:6-Ohrfeige für die Grasshoppers, von der diese sich noch immer nicht richtig erholt zu haben scheinen. Danach schaffte GC nur noch den spektakulären 4:3-Erfolg in Genf. Der dreifache Torschütze von damals, Innocent Emeghara, ist jedoch inzwischen nach Lorient gezogen, und seither resultierten vier bittere Zu-Null-Niederlagen gegen Luzern, Sion und zweimal Xamax.

Für GC-Trainer Ciriaco Sforza hatte vor Wochenfrist der Abstiegskampf begonnen. Verliert sein Team auch das Derby, ist es auf dem Barrageplatz bereits leicht isoliert. Der Abstand ans rettende Ufer würde dann schon mindestens fünf Punkte betragen.

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