Europa League

YB, Sion und Thun vor Europa-League-Playoffs zuversichtlich

YB-Trainer Gross rechnet sich gute Chancen gegen Braga aus

YB-Trainer Gross rechnet sich gute Chancen gegen Braga aus

Drei Schweizer Klubs nehmen heute Anlauf, um die Europa League zu erreichen. Thun spielt zuhause gegen Stoke City, YB (in Braga) und Sion (bei Celtic Glasgow) treten zuerst auswärts an.

Vor einer schwierigen Aufgabe stehen die Young Boys im Playoff-Hinspiel der Europa-League-Qualifikation gegen Sporting Braga. Beim letztmaligen Finalverlierer will YB eine günstige Ausgangslage für das Rückspiel in einer Woche schaffen. Auch wenn er den portugiesischen Gastgeber in der klaren Favoritenrolle sieht, erwartet YB-Coach Christian Gross ein ausgeglichenes Duell über beide Spiele hinweg. Die Berner haben in dieser Saison bereits fünf Meisterschaftsspiele und die beiden EL-Ausscheidungspartien gegen Westerlo (3:1 und 2:0) bestritten und sind noch immer ungeschlagen. Braga dagegen startete erst am Wochenende in die Saison und erreichte gegen Rio Ave ein 0:0.

Wölfli hat zwar am Dienstag nach seinem Daumenbruch vor zehn Tagen mit der Nationalmannschaft erstmals wieder voll trainiert, sein Einsatz ist aber noch nicht gesichert. Wie bei Wölfli will Coach Gross auch bei David Degen erst heute entscheiden, ob er auf sie setzt. Degen hatte sich gegen Luzern den Fuss verstaucht und musste danach auf die Einsätze mit dem Nationalteam gegen Liechtenstein wie auch am Sonntag gegen die Grasshoppers verzichten. Sicher ist, dass der gegen GC gesperrte Alain Nef für François Affolter in die Innenabwehr zurückkehrt. Im Sturm zieht Gross den momentan torgefährlicheren Emmanuel Mayuka dem Kameruner Henri Bienvenu vor.

Sions Neuzugänge werden eingesetzt

Beim FC Sion haben fünf der sechs umstrittenen Neuzugänge die Reise zum 42-fachen schottischen Meister Celtic Glasgow mitgemacht. Dies, obwohl sich die Walliser bezüglich der im Sommer zum Klub gestossenen Spieler im Clinch mit diversen Fussballinstitutionen befinden. Die nationalen und internationalen Verbände besassen keinen Handlungsspielraum, um deren Einsatz zu verhindern. Sions Trainer Laurent Roussey wird die Neuzugänge auch einsetzen.

Gegenüber der letzten Meisterschaftspartie gegen Luzern dürfte es in der Startformation zu Umstellungen kommen, die Roussey allerdings nicht näher erörterte. Klar ist aber, dass Andris Vanins ins Tor zurückkehrt, nachdem zuletzt Kevin Fickentscher zum Zuge gekommen war. Der Lette ist deutlich erfahrenen als der ehemalige Schweizer Junioren-Internationale. Das von Neil Lennon trainierte Celtic, das im letzten Jahr in den Playoffs am holländischen Vertreter Utrecht scheiterte, muss gegen Sion auf den Israeli Biram Kayal, den Honduraner Emilio Izaguirre und vor allem auf Topskorer Gary Hooper verzichten, der letzte Saison 20 Meisterschaftstore erzielte.

Das sportlich erfolgreichste Team im Schweizer Fussball ist derzeit der FC Thun. Die ersten neun Pflichtspiele der Saison haben die Berner Oberländer ohne Niederlage überstanden. Die Super League führen sie nach fünf Runden mit elf Punkten an und im Europacup haben die Thuner sechs Jahre nach der sensationellen Qualifikation für die Champions League mit dem Erfolg gegen den Serie-A-Vertreter Palermo bereits wieder ein ersten Ausrufezeichen gesetzt.

Nun folgen für Gerber und das Team von Trainer Bernard Challandes innerhalb von elf Tagen vier Bewährungsproben: Zwischen den beiden Spielen gegen Stoke City kommt es am Sonntag in der Super League im Stade de Suisse zum Spitzenkampf gegen den Kantonsrivalen und Tabellenzweiten Young Boys. Challandes sieht die Duelle gegen den FA-Cup-Finalisten der letzten Saison als "Challenge und Herausforderung".

Obwohl Stoke City zu den Kleinen in der Premier League gehört, für Schweizer Verhältnisse ist der Verein, der südlich von Manchester in Stoke-on-Trent beheimatet ist, noch immer ein Riese. Geschätzte 65 Millionen Pfund beträgt das Budget von Stoke City. Im Gegensatz zu vielen Konkurrenten zählt Stoke auf heimisches Schaffen. Nur neun von derzeit 29 Kaderspielern haben nicht einen britischen oder irischen Pass. Die bekanntesten Akteure sind die beiden englischen Internationalen Jonathan Woodgate und Matthew Upson, der Deutsche Robert Huth sowie Jermaine Pennant, der von Liverpool zu Stoke gewechselt hatte.

Die voraussichtlichen Startformationen

Sporting Braga - Young Boys (22 Uhr MEZ). SC Braga: Quim; Baiano, Ewerton, Vinicius, Imorou; Hugo Viana, Djamal, Mossoro; Alan, Nuno Gomes, Lima. - Young Boys: Benito (Wölfli); Sutter, Nef, Veskovac, Spycher; Nuzzolo (Degen), Silberbauer, Farnerud, Raimondi; Ben Khalifa, Mayuka. - SR Gil (Pol).

Thun - Stoke City (19.30 Uhr). - SR Stalhammar (Sd). Thun: Da Costa; Lüthi, Matic, Schindelholz, Schneider; Bättig, Hediger; Christian Schneuwly, Leczano, Andrist; Lustrinelli. - Abwesend: Ghezal (Trainingsrückstand). - Stoke City: Begovic; Huth, Shawcross, Woodgate, Wilson; Pennant, Whitehead, Whelan, Pugh; Jones, Walters. - Fraglich: Delap, Etherington.

Celtic Glasgow - Sion (21.05 Uhr). Celtic Glasgow: Forster; A. Wilson, Majstorovic, K. Wilson, Mulgrew; Brown, Ki, Ledley, Commons; Stokes, Samaras. - Sion: Vanins; Vanczak, Adailton, Dingsdag, Bühler; Rodrigo; Serey Die, Obradovic, Mutsch; Feindouno; Sio. - Bemerkungen: Celtic ohne Kayal, Izaguirre, Hooper und Loovens (alle verletzt). Sion ohne Mrdja (rekonvaleszent) und Yoda (verletzt).

Verwandtes Thema:

Meistgesehen

Artboard 1