Arsenals Auftakt zur ersten Kampagne ohne Arsène Wenger verlief kompliziert. Trotz nicht ganz unerwarteten Niederlagen gegen den Titelhalter Manchester City und Chelsea stand der neue spanische Coach Unai Emery frühzeitig im Brennpunkt.

Die schnelle Abkühlung der Atmosphäre bekam auch Granit Xhaka zu spüren. "Wenn man in einer Meisterschaft mit zwei Spielen ohne Punkte beginnt, steigt der Druck in einem so grossen Klub, und die Kritik wird immer grösser", blickt der Schweizer Mittelfeldspieler gegenüber der Nachrichtenagentur Keystone-SDA auf den delikaten Saisoneinstieg zurück.

Beeinflussen lassen hätten sie sich nicht, sondern "konzentriert weitergearbeitet". Dass sie Zeit benötigen würden, um die Philosophie des neuen Taktgebers kennen zu lernen, sei zu erwarten gewesen, so der künftige Captain der SFV-Auswahl.

Mit drei Siegen gegen Teams aus dem unteren Tableau gelang die Korrektur. Im Duell mit dem destruktiven Newcastle United lotste Xhaka die Gunners nach einer problematischen ersten Hälfte auf den gewünschten Kurs - mit einem wunderbaren Freistosstreffer und einem Assist.

Gemäss dem BBC-Statistiker ist Xhaka der erste Professional der Londoner seit Alexis Sanchez im April 2017, der einen Freistoss direkt verwertet hat. Ganz zufällig kam Xhaka bei der Standardszene nicht zum Zug: "Ich habe in den letzten Wochen sehr viele Freistösse geübt im Training." Spezialist Mesut Özil habe ihm den Ball im Spiel bewusst überlassen.

Nicht nur jene Aktion verdeutlichte, dass Xhaka nach 75 Premier-League-Einsätzen intern und extern markant an Profil zugelegt hat. Emery forciert ihn und Xhaka hat für sich klare Ziele definiert: "Verantwortung übernehmen - im Klub und im Nationalteam."