Neuchâtel Xamax
Xamax: Noch mehr Millionen Schulden

Letzte Woche veröffentlichte die «Aargauer Zeitung», dass gegen Xamax im Juni Betreibungen von 1,5 Millionen Franken vorlagen. Jetzt hat sich der Schuldenberg bereits verdoppelt: 3.2 Millionen soll Bulat Tschagajew seinen Gläubigern nun schulden.

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Bulat Tschagajew: Mit Xamax Betreibungen für 1,5 Millionen Franken angehäuft
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 Mit einem solchen «Fresszettel» liess sich Tschagajew vor dem Handelsregister vertreten.
 205'000 Aktien - durch diese Schönheit liess sich Tschagajew bei der entscheidenden Aktionärsversammlung vertreten. Der Herr links ist darüber nicht sonderlich begeistert.
 Der frühere Xamax Boss Sylvio Bernasconi hatte es satt, dauernd für die Löhne in die eigene Schatulle greifen zu müssen.
 Olga Danese - die Statthalterin Tschagajews nennt sich auch seine Assistentin.
 Die Xamax-Statuten mussten schnell geändert werden - Tschagajew verstiess gegen sein Clubreglement.
 Die Zeit ist für Bulat Tschagajews russischen Übersetzer sowie Ex-Xamax-Präsidenten Andrei Rudakow im Club längst abgelaufen.
 Betreibungsauszug von Xamax, Stand Ende Juni 2011.
 Ramsan Kadyrow trägt die Fellmütze wie sein Vater.
 Was sie vom Fussballgeschäft verstehe, wollten die Journalisten von Olga Danese wissen. Darauf meinte sie, ihr Sohn gehe auch in einen Club.
 Ramsan Kadyrow, wie er sich am liebsten sieht: als «Krieger».
 Doku Sawgajew: Bulat Tschagajews Schwiegervater ist für Russland in Slowenien diplomatisch tätig.
 Einige Fans protestierten gegen die tschetschenische Übernahme kurz nachdem bekannt wurde, dass Bulat Tschagajew der neue starke Mann von Xamax wird.

Bulat Tschagajew: Mit Xamax Betreibungen für 1,5 Millionen Franken angehäuft

Keystone

Letzte Woche veröffentlichte die «Aargauer Zeitung», dass gegen Xamax Ende Juni Betreibungen von 1,5 Millionen vorlagen.

Recherchen der Aargauer Zeitung zeigten letzte Woche, dass bereits 2010 die Löhne nicht mehr bezahlt werden konnten, ohne dass der vormalige Präsident Sylvio Bernasconi persönlich in die Tasche griff.

Löhne waren schon 2010 nicht mehr zahlbar

Sylvio Bernasconi muss mit dem Verkauf ein Stein vom Herzen gefallen sein. Im Vorfeld kaufte er von diversen alten Aktionären die Papiere für ein Butterbrot zurück, um sie dann mehrheitsfähig Bulat Tschagajew zu verkaufen - praktisch wieder ohne Gegenwert.

Denn Bernasconi hatte ein grosses Problem: Im April 2010 musste er wiederholt für die Löhne seiner Xamax-Angestellten aus seiner privaten Schatulle aufkommen, der Club hätte sie sonst nicht bezahlen können. Das zeigen Dokumente, die az vorliegen.

Ende Juni 2011 waren gegen Xamax fünf Betreibungen im Wert von 1,5 Millionen Franken hängig. Im Jahr zuvor lag der Betrag noch bei einer bescheidenen Betreibung und knapp 300'000 Franken. Auch das zeigen Dokumente im Besitz von az. (cbk)

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