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Xamax-Führung will mit dem Klub nach Lausanne oder Genf

Das Xamax-Führungsduo Bulat Tschagajew und Islam Satujew

Das Xamax-Führungsduo Bulat Tschagajew und Islam Satujew

Bulat Tschagajew, der Präsident von Xamax, droht der Stadt Neuenburg mit dem Wegzug an den Genfersee. Grund für diese Drohung dürften offene Rechnungen der Stadt in der Höhe von 200'000 Franken sein.

Gemäss Islam Satujew, dem Vizepräsidenten, sei der Umzug schon so gut wie beschlossen. Der Name Xamax würde beibehalten, Neuchâtel würde aber wegfallen. Als mögliche neue Spielorte erwähnt Satujew in der Neuenburger Zeitung L'Express-L'Impartial Lausanne oder Genf. Satujew: "Wir haben definitiv die Absicht, mit Xamax umzuziehen. Ob es Lausanne oder Genf sein wird, geben wir nächsten Sonntag nach dem Spiel gegen die Grasshoppers bekannt."

Die Swiss Football League (SFL) wurde offiziell in dieser Angelegenheit noch nicht kontaktiert. Bevor das Thema für Edmond Isoz, den Senior Manager der SFL, aktuell wird, muss Xamax diverse Bewilligungen vorlegen. Neben dem Stadionbetreiber müsste auch Lausanne-Sports (für den Standort Lausanne) oder Servette (für Genf) sein Okay geben. Isoz: "Klar ist, dass schon alleine wegen des existierenden Spielplans bis Dezember kein Umzug möglich ist."

Auf Xamax kämen bei einem allfälligen Umzug weitere Probleme zu. Alleine für die Polizeieinsätze müsste Xamax den Kantonen Waadt (Lausanne) oder Genf deutlich mehr bezahlen als im heimischen Neuenburg, wo Xamax wie alle Klubs von besonders günstigen Heimkonditionen profitiert.

Bulat Tschagajew dürfte es mit seiner Wegzugsdrohung primär darum gehen, zu einem Schuldenerlass der Stadt Neuenburg auf offene Rechnungen für die Benützung der Maladière zu kommen.

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