Bundesliga
Wolfsburg-Fans schiessen Pyro-Rakete in die Hannover-Ersatzbank

Nun hat also auch die Bundesliga ihren Pyrowurf-Skandal: Vor dem gestrigen Niedersachen-Derby zwischen Hannover 96 und dem VfL Wolfsburg werden aus dem Wolfsburger Fanblock drei Leuchtraketen auf den Platz abgeschossen.

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Eine davon schlägt bei der Hannover-Ersatzbank ein, die unmittelbar vor Spielbeginn bereits gut besetzt ist.

Die über 2000 Grad heisse Rakete springt auf den Boden, und von dort unter die Plexiglasüberdachung der Reservebank. Hannovers Ersatzkeeper Philipp Tschauner sowie Mannschaftsarzt und Physiotherapeut kommen mit dem Schrecken davon, bleiben beim Vorfall unverletzt. Eine weitere Leuchtrakete schlägt nur wenige Meter neben dem Anspielkreis ein.

Trotz des Zwischenfalls wird die Partie von Schiedsrichter Bastian Dankert nahezu pünktlich angepfiffen. Wolfsburg siegt dank drei Toren von Weltmeister André Schürrle ungefährdet mit 4:0.

«Leute, die so etwas machen, bei denen stimmt im Kopf etwas nicht.»

«Wer die Sicherheit von Menschen riskiert, der hat hier auch keinen Platz.»

«Wir müssen uns im Namen des VfL Wolfsburg bei den Verantwortlichen von Hannover 96 für dieses Fehlverhalten entschuldigen.»

«Dass es im Vorfeld Einschränkungen für unsere Fans gegeben hat. Vielleicht war das der Grund.»

Es ist nicht das erste Mal, dass Wolfsburger Fans im Rahmen des Derbys für negative Schlagzeilen sorgen. Beim bisher letzten Duell in Hannover am 6. Dezember 2014 hatten VfL-Fans vier Fackeln sowie eine Rauchbombe gezündet. Der deutsche Meister von 2009 war dafür vom Sportgericht des DFB mit einer Geldstrafe in Höhe von 6000 Euro belegt worden. Diesmal wird die Strafe wohl deutlich höher ausfallen. (pre)