Challenge League
Wohler Urtic vor Derby: «Wir wollen Aarau auf neun Punkte distanzieren»

Nach dem 3:2-Sieg gegen den FC Winterthur ist man in Wohlen guter Dinge. Die Vorfreude auf das anstehende Derby gegen den FC Aarau war bereits nach Spielschluss spürbar. Doch FCW-Coach Martin Rueda versichert: «Wir schauen nur auf uns.»

Calvin Stettler
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Marijan Urtic will auch am Sonntag wieder gegen Aarau jubeln können. Der Verteidiger erzielte bereits letzten Aufeinandertreffen im Juli einen Treffer gegen den FCA.

Marijan Urtic will auch am Sonntag wieder gegen Aarau jubeln können. Der Verteidiger erzielte bereits letzten Aufeinandertreffen im Juli einen Treffer gegen den FCA.

Keystone

Ein letztes Aufbäumen. Winterthurs Schlussmann David von Ballmoos bringt den Ball noch einmal in den Wohler Strafraum. Die Rueda-Elf führt noch immer mit 3:2. Auf Geheiss von Aarau-Trainer Marco Schällibaum verfolgt auch die gesamte FCA-Delegation die Dramatik auf der Tribüne. Bange Blicke. Noch immer hoffen sie auf den Ausgleich Winterthurs, auf Schadensbegrenzung. Trotz optischem Chaos in der Freiämter Defensive kann ein Wohler klären. Die letzte Hoffnung in den Aarauer Augen erlischt. Die Pfeife trillert und die sechs Punkte Rückstand auf den Kantonsrivalen Wohlen sind plötzlich Realität.

Das Hadern mit der Kaltschneuzigkeit

Während die bedienten Aarauer längst in die Freiämter Nacht eingetaucht sind, formuliert Wohlens Verteidiger Marijan Urtic im Bauch des Stadion Niedermatten eine erste Kampfansage: «Unser Ziel ist es, Aarau auf neun Punkte zu distanzieren.» Dass die Aarauer im Freiamt ein Pflichtstudium des Derbygegners vom kommenden Sonntag (15.00 Uhr, Stadion Niedermatten) auferlegt bekamen, wurde innerhalb der Wohler Mannschaft nur kurz thematisiert. Eine Zusatzmotivation dürfte es dennoch gewesen sein. «In erster Linie schauen wir auf uns», versichert Wohlen-Coach Martin Rueda, der lieber das Spiel analysierte. Gegen Winterthur stimmte ihn vor allem die erste Halbzeit positiv. «Anhand unserer Chancen hätten wir das Spiel aber bereits zur Pause entscheiden müssen.»

Personell erwies sich Alain Schultz‘ Rückkehr als erwarteter Mehrwert. Der Captain stand am Ursprung zahlreicher Angriffe und verkörperte die spielerische Qualität der Freiämter. Auch Nico Abegglen, der als linker Flügel nominiert wurde, präsentierte sich voller Tatendrang. «Das funktionierte ganz gut», sagte er nach Spielschluss.

Tahirajs Chance

Ob Abegglen auch gegen Aarau auf dem Flügel agieren wird, ist offen. Fest steht jedoch, dass Linksverteidiger Dylan Stadelmann wegen einer Gelbsperre ausfällt. Zudem ist wahrscheinlich, dass Stammkeeper Joel Kiassumbua seinen Posten voraussichtlich auch im Derby für den eigentlichen Ersatzmann Flamur Tahiraj räumen muss. Coach Martin Rueda zahlte die Geduld und Loyalität des Goalie-Routiniers Tahiraj bereits gegen Winterthur mit einem Einsatz zurück. Der Schlussmann mit der kommunikativen Ader könnte mit seiner Erfahrung ein richtungsweisender Faktor für die junge Wohler Mannschaft werden. Die Derby-Vorbereitungen laufen auf Hochtouren.

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