WM-Kader
WM-Kader: Shaqiri und Yakin gehen mit - und wer noch?

Heute gibt Nationalcoach Ottmar Hitzfeld die 23 Spieler bekannt, mit denen er an die WM in Südafrika reisen will. Es deutet vieles darauf hin, dass der 18-jährige Xherdan Shaqiri dabei ist. Hakan Yakin wird ebenfalls nach Südafrika reisen.

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Viele Überraschungen wird die Liste der 23 WM-Fahrer nicht enthalten. Dafür ist die Auswahl in der Schweiz zu klein. Das Gros der Schweizer Equipe stellt sich quasi von selbst auf. Einzelne Personalien wurden zuletzt in der Fussball-Schweiz gleichwohl diskutiert.

Das mögliche Schweizer WM-Kader

Tor (3): Diego Benaglio (Wolfsburg), Marco Wölfli (Young Boys), Johnny Leoni (Zürich). -- Verteidigung (7): Stephan Lichtsteiner (Lazio Rom), Philippe Senderos (Everton), Stéphane Grichting (Auxerre), Steve von Bergen (Hertha Berlin), Mario Eggimann (Hannover), Reto Ziegler (Sampdoria Genua), Christoph Spycher (Eintracht Frankfurt). -- Mittelfeld (8): Valon Behrami (West Ham United), Gökhan Inler (Udinese), Benjamin Huggel (Basel), Pirmin Schwegler (Eintracht Frankfurt), Gelson Fernandes (St-Etienne), Tranquillo Barnetta (Bayer Leverkusen), Xherdan Shaqiri (Basel), Marco Padalino (Sampdoria Genua) oder Mister X. Sturm (5): Alex Frei (Basel), Blaise Nkufo (Twente Enschede), Eren Derdiyok (Bayer Leverkusen), Marco Streller (Basel), Hakan Yakin (Luzern).

Überraschung im Mittlefeld

Mit einer Überraschung könnte der Coach im Mittelfeld aufwarten. Klar ist, dass Valon Behrami, Gökhan Inler, Benjamin Huggel, Tranquilo Barnetta, Pirmin Schwegler und Gelson Fernandes im Aufgebot stehen. Einen der zwei weiteren Plätze müsste Xherdan Shaqiri (18) bekommen, der mit dem FC Basel eine überragende Rückrunde absolviert und dem Hitzfeld beim Test im März gegen Uruguay von allen Neulingen die besten Noten gab.

Ein Fragezeichen beschäftigt(e) Hitzfeld längere Zeit: soll er an Marco Padalino festhalten, obwohl der Tessiner von Sampdoria Genua im Klub seit Anfang Dezember nie mehr zur Startformation gehörte und in der Serie A seit Anfang April nur 40 Minuten bestritt? Die Indizien verdichteten sich, dass Hitzfeld, sofern er auf Padalino verzichtet, nicht auf den im März getesteten Davide Chiumiento oder auf den Basler Valentin Stocker zurückgreift, sondern einen Mister X aus dem Hut zaubert.

Womöglich wählt Hitzfeld, quasi als Gegenstück zu Teenager Shaqiri, einen (Ersatz-)Spieler, der bereits über Turniererfahrung verfügt. Weshalb aber beispielsweise der zweifache Cupfinal- Torschütze Stocker trotz guten Leistungen im Klub bei Hitzfeld offenbar schlechte Karten hat, lässt sich von aussen nicht erschliessen.