Einzelkritik
WM-Einzelkritik: Haris Seferovic

Die Nati-Einzelkritik von Spiel zu Spiel von Stürmer Haris Seferovic im Überblick

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Haris Seferovic im Lauftraining

Haris Seferovic im Lauftraining

Keystone

WM-Achtelfinal gegen Argentinien: Note 4

Auch für diese Story betätigen wir den Replay-Knopf. Drmic raus, Seferovic rein (in der 82. Minute) – und wir erwarten das Tor! Wie gegen Ecuador. Wieder hoffen wir vergebens. Seferovic bleibt vieles schuldig. Er führt keinen schnellen Gegenstoss zu Ende. Er verliert zu viele Bälle. Es ist nicht sein Abend.

WM-Spiel gegen Honduras: keine Note

Wird in der 73. Minute für den ausgepumpten Drmic eingewechselt. Behauptet einige Bälle. Aber Torgefahr kann er nicht erzeugen. Zu kurz im Einsatz für eine Bewertung.

WM-Spiel gegen Frankreich: Note 1,5

Durfte an Stelle von Josip Drmic beginnen. Die Begründung von Trainer Hitzfeld: Er kann die Bälle besser halten als Drmic. Diese Qualität kann er zu keiner Sekunde einbringen. Seine Präsenz beschränkt sich auf das Matchblatt. Er kommt zu keiner Chance und bringt auch seine Mitspieler nicht in Position. War es wirklich richtig, den schnellen, trickreichen Drmic rauszunehmen? Seferovics Auftritt lässt nur eine Antwort zu: Nein.

WM-Spiel gegen Ecuador: Note 5,5

In der 75. Minute für Drmic eingewechselt. In der 93. Minute mit dem entscheidenden Tor. Das kennen wir bereits aus der WM-Qualifikation. Schweiz gegen Zypern, 74. Minute, Seferovic für Drmic, 1:0 in der 93. Minute. Nun ist er wieder der Mann, der die Fussball-Schweiz befreit. Das tut ihm nach schwierigen Monaten in San Sebastian bestimmt gut. Und vor allem zeigte der Treffer, welche Klasse-Stürmer er ist. In vollem Lauf den Ball so präzis im Netz zu versenken, das ist stark. Er kann der Schweiz an der WM noch viel Freude bereiten.

Testspiel gegen Peru: keine Note

Die gut 25 Minuten zum Schluss waren besser als sein Auftritt gegen Jamaika. Um Drmic als Startstürmer ernsthaft zu gefährden, reicht es aber noch nicht.

Testspiel gegen Jamaika: Note 3

Nutzt die Chance der Bewährung nicht. Steht seinen Kollegen manchmal fest eher auf den Füssen rum. Die Bindung mit den Flügeln fehlt meistens. Eine klare Torchance hat er nicht. Im Vergleich mit Drmic, der ihn ersetzte und prompt ein Tor schoss, klar im Nachteil.

Ausgangslage:

Sein 1:0 gegen Zypern in der Nachspielzeit erlöste die Schweiz. Und war der Startschuss für seinen Traumsommer. Sein Selbstvertrauen wurde plötzlich grenzenlos. Traumtore folgten. Und dann? Plötzlich geht es nur noch abwärts. Barbesuche und Polizeigewahrsam statt Tore.