Einzelkritik
WM-Einzelkritik: Fabian Schär

Die Nati-Einzelkritik von Spiel zu Spiel von Verteidiger Fabian Schär im Überblick

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Gute Laune bei Fabian Schär während einer Pressekonferenz in Porto Seguro

Gute Laune bei Fabian Schär während einer Pressekonferenz in Porto Seguro

Keystone

WM-Achtelfinal gegen Argentinien: Note 5

Er hat an dieser WM zuerst Rückschläge erleben müssen. Anstatt Stammspieler plötzlich nur noch die Nummer 4. Nach von Bergens Verletzung und Senderos‘ leistungsmässigem Offenbarungseid waren seine Qualitäten endlich gefragt. Auch gegen Argentinien hervorragend. Und trotzdem wird ihn die missglückte „Blutgrätsche“ gegen Messi in der 118. Minute wohl noch lange in den Träumen verfolgen. Ihm ist nur eines zu wünschen für die Zukunft: Gesundheit! Bleibt er verletzungsfrei, wird er Messi irgendwann wieder begegnen.

WM-Spiel gegen Honduras: Note 5

Eine reife Leistung des WM-Debütanten. Steckt problemlos weg, dass ihn Hitzfeld zwischenzeitlich von der Nummer 2 in der Innenverteidigung zur Nummer 4 degradierte. In den Zweikämpfen solid. Ab und zu fehlt noch die Abstimmung bei den langen Bällen, was auch daran liegen kann, dass sich die Mitspieler erst wieder daran gewöhnen müssen, dass die Schweiz einen Innenverteidiger hat, der solche Bälle spielen kann und es auch tut. Der Verzicht auf zu riskante Aktionen ist richtig.

WM-Spiel gegen Frankreich: keine Note

Nicht eingesetzt.

WM-Spiel gegen Ecuador: keine Note

Nicht eingesetzt.

Testspiel gegen Jamaika: keine Note

Nicht eingesetzt.

Testspiel gegen Peru: Note 4

Es ist, wie es ist mit ihm. Er ist Genie und Sicherheitsrisiko in einem. Optimistisch gestimmte Menschen wie wir, erwähnen deshalb das Positive mit Nachdruck. Sein Auge, sein rechter Fuss, seine langen Bälle - als das verströmt einen Hauch von Genialität. Genialität, die sonst in der Schweizer Innenverteidigung niemand besitzt. Genialität, die an der WM noch von Nöten sein wird, wenn die Spielauslösung wieder einmal zu wenig kreativ ist. Aber: Wann endlich stellt er seine haarsträubenden Fehlpässe ab? Es ist, wie es ist: Eine Nati ohne Schär bietet nur halb so viel Unterhaltung.

Ausgangslage:

Von der Challenge League in die Champions League innert 16 Monaten. In den ersten beiden Nati-Spielen dreifacher Torschütze. Der Himmel ist seine Grenze. Aber seine verletzungsanfälligen Knie sind so grosse Hindernisse, dass er manchmal den Himmel nicht mehr sieht. Egal wie, Schär sorgt immer für Spektakel.