Einzelkritik
WM-Einzelkritik: Blerim Dzemaili

Die Nati-Einzelkritik von Spiel zu Spiel von Mittelfeldspieler Blerim Dzemaili im Überblick

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Blerim Dzemaili

Blerim Dzemaili

Keystone

WM-Achtelfinal gegen Argentinien: keine Note

Irgendwie wird man den Eindruck einfach nicht los: Immer wenn Dzemaili eingewechselt wird, passiert etwas Gefährliches. Diesmal ist es die 113. Minute (für den mit Krämpfen geplagten Mehmedi). Und er steht plötzlich im Mittelpunkt, als niemand mehr zu hoffen wagt. Flanke Shaqiri, der Ball fliegt auf seinen Kopf. Er setzt an zum Ausgleich – und wird vom Pfosten gestoppt. Dass er mit dem Knie danach das Tor ebenfalls verfehlt, ist purer Zufall, so schnell geht das alles in dieser Szene. Zu kurz für eine Bewertung.

WM-Spiel gegen Honduras: keine Note

Wird in der 87. Minute für Shaqiri eingewechselt. Wieder einmal hinter Behrami und Inler. Zu kurz für eine Bewertung.

WM-Spiel gegen Frankreich: Note 4

Darf in der zweiten Halbzeit für Behrami ran. Es ist eine Strafaufgabe. Aber Dzemaili erledigt sie gut. Mit ihm kommt ein bisschen mehr Kreativität ins Spiel. Er traut sich was zu, schiesst aus der zweiten Reihe, versucht die Kollegen in Szene zu setzen. Das sind Attribute, die im Schweizer Mittelfeld gefragt sind. Natürlich läuft auch bei ihm nicht ganz alles optimal. Aber vieles wäre eben ziemlich vielversprechend hinsichtlich der Partie gegen Honduras. Sein Freistoss-Tor ist toll. Es nützt leider nichts mehr.

WM-Spiel gegen Ecuador: keine Note

Nicht eingesetzt.

Testspiel gegen Peru: Note 4

In der 46. Minute für Behrami eingewechselt. Immerhin steht er bei beiden Toren auf dem Feld. Beteiligt daran ist er nicht. Klar ist: Dzemaili kann sowohl Inler wie auch Behrami gut vertreten. Aber er wird auch an dieser WM nur die Nummer 3 in der Hierarchie sein.

Testspiel gegen Jamaika: Note 4,5

Sucht und spielt auch einmal einen Risiko-Pass. Dieser Mut tut dem Team gut, weil er sonst zu häufig fehlt. Kein Zufall, dass sein Pass am Ursprung von Drmics Tor steht. Trotzdem: Es sind zu wenige gelungene Aktionen, um sich ernsthaft als Start-Elf-Kandidat aufzudrängen.

Ausgangslage:

Drei sind einer zu viel. Wie für (fast) jede Beziehung gilt das auch für das Schweizer Napoli-Mittelfeld. Einer aus dem Trio muss draussen bleiben. Bis anhin war das fast immer Dzemaili. Dafür hat er manchmal kein Verständnis - gewiss nicht ganz zu Unrecht.