Transfer
Wird Stocker schon heute zum Ex-Basler?

Am Mittwoch, so war aus Deutschland zu vernehmen, haben erste Gespräche zwischen Schalke 04 und dem FC Basel stattgefunden. Gut möglich, dass der Transfer von Valentin Stocker noch vor dem Wochenende über die Bühne geht.

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Valentin Stocker im Kreise seiner Basler Kollegen.

Valentin Stocker im Kreise seiner Basler Kollegen.

Keystone

Die Qualifikation für die Champions League? Die Fans des FC Basel nahmen sie zur Kenntnis. Was ihnen am späten Dienstagabend vor allem am Herzen lag, nachdem Schiedsrichter Collum die Partie gegen Ludogorez Rasgrad (2:0) abgepfiffen hatte, war die Zukunft von Valentin Stocker. Als die Mannschaft auf ihrer Ehrenrunde vor der Muttenzerkurve auftauchte, sangen 3000 Kehlen lauthals «Vale bliib bi uns!».

Noch so gern würden sie den 24-Jährigen, der in den letzten Jahren jeder Avance eines ausländischen Klubs widerstanden hat, ein weiteres Jahr oder gar bis an sein Karriereende im FCB-Trikot spielen sehen. Stocker wurde von seinen Teamkollegen vorgeschoben und applaudierte den Fans mit feuchten Augen. Der Abschiedsgruss nach sechs erfolgreichen Jahren?

Schalke 04, der meistgenannte Interessent und der Klub, mit dem sich Stocker über die Vertragsdetails einig sein soll, hat sich am Dienstag ebenfalls für die Königsklasse qualifiziert und somit das nötige Geld beisammen, um den Schweizer Nationalspieler zu verpflichten. Gestern haben, so war aus dem Schalker Klubumfeld zu erfahren, erste Gespräche zwischen Königsblau und Rotblau stattgefunden.

Gut möglich, dass der Transfer noch vor dem Wochenende über die Bühne geht. Bereits unter Dach und Fach gebracht hat der Bundesligist die Ausleihe von Dennis Aogo. Der frühere Hamburger soll die Abwehr verstärken und könnte in Zukunft auf der linken Seite ein Duo mit Stocker bilden.

Die Zeit drängt. Das internationale Transferfenster hat nur noch bis Montag geöffnet. Neben Schalke sollen auch noch Ligakonkurrent Bayer Leverkusen und ein dritter Klub (Fiorentina?) beim Poker um Stocker mitmischen.

Hoffen auf Real Madrid

Wie der von Schalke 04 geisterte am Mittwoch auch der Name von Real Madrid durch Basel. Die Königlichen sind der meistgenannte Wunschgegner der Basler vor der Auslosung der Champions-League-Gruppenphase. Bayern, Barcelona, Chelsea, Manchester United – alles Granden des Weltfussballs, gegen die zu spielen der FCB seit 2002 jedoch bereits das Vergnügen hatte.

«Wir geniessen den Moment und freuen uns über jeden Gegner, den wir zugelost bekommen», sagt Murat Yakin. Der Trainer wird heute Abend nicht vor Ort sein, wenn in Monaco die Kugeln rollen. Die FCB-Delegation bilden Präsident Bernhard Heusler, Sportchef Georg Heitz sowie Geschäftsführerin Barbara Bigler.

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