"Wenn wir den Cupfinal gewinnen, kann dies die schlechte Saison nicht aufwiegen", sagte Zürichs für die letzten vier Spiele der Saison verpflichteter Trainer Uli Forte. "Der Abstieg ist Tatsache. Deshalb wollen wir dieses letzte Spiel, den Cupfinal, isoliert betrachten. Es ist für uns eine Chance für sich, noch etwas zu erreichen."

Die Mannschaft hatte nach dem bitteren Abstieg vom letzten Mittwoch knapp vier Tage Zeit, um sich zu erholen. An der Medienkonferenz vom Samstag waren nebst Forte die Spieler Gilles Yapi und Alain Nef zugegen. Aus dem Gesagten wurde klar, dass Yapi schon wieder etwas positiver denken kann. Captain Nef dagegen machte aus seiner riesigen Enttäuschung keinen Hehl: "Ich schäme mich zutiefst", sagte er mit Blick auf den Abstieg." Und er sagte mit ähnlichen Worten, wie sie schon der Trainer verwendet hatte: "Der Cupsieg könnte den Abstieg nicht gutmachen."

Im Training vom Donnerstagmorgen stellte Forte fest, dass die Spieler komplett am Boden zerstört waren. "Das musste so sein nach diesem Abend", sagte Forte. "Alles andere wäre nicht normal gewesen." Er hofft nun, dass die Spieler jede einzelne Stunde bis zum Final am Sonntag um 16.15 Uhr nutzen können, um mit der bestmöglichen psychischen Verfassung in den Match zu gehen.

Das Quiz zum Schweizer Cupfinal

Am Sonntag findet einmal mehr der Schweizer Cupfinal statt. Dieses Jahr duellieren sich Absteiger Zürich mit Beinahe-Absteiger Lugano.

Wie hiessen die beiden (inoffiziellen) Vorgänger des Schweizer Cups?

Schweizer Pokal und Och-Cup

Anglo-Cup und Dufour-Cup

Anglo-Cup und Och-Cup

Ovomaltine-Cup und Schweizer Pokal

Welche Mannschaft gewann den ersten Schweizer Cupfinal?

Grasshoppers

FC Basel

FC Bern

Étoile-Sporting La Chaux-de-Fonds

Beim Cupfinal 1967 kam es zu einem Eklat. Wieso gewann der FC Basel den Final gegen Lausanne-Sports mit 3:0 Forfait?

Die Lausanner meinte, das Spiel findet erst einen Tag später statt und verpassten deshalb das Spiel.

Nachdem einige Lausanne-Spieler eine wüste Schlägerei anzettelten, brach der Schiedsrichter die Partie ab.

Wenige Tage nach dem Final stellte sich heraus, dass der Präsident von Lausanne in Wettgeschäfte verwickelt war, weshalb die Partie im nachhinein zu Gunsten der Basler gewertet wurde.

Nach einem umstrittenen Penalty-Entscheid in der 88. Minute, welcher den Baslern die 2:1-Führung brachte, weigerten sich die Lausanner das Spiel weiterzuführen.

Seit wann wird bei einem Unentschieden nach regulärer Spieldauer ein Penaltyschiessen statt einem Wiederholungsspiel ausgetragen?

1956

1984

1997

2003

Bisher gelang es erst einem unterklassigen Verein, den Cup zu gewinnen. Welcher war das?

FC Lugano

FC Sion

FC Schaffhausen

FC Wohlen

Bleiben wir gerade beim Cup-Phänomen FC Sion. Wie oft konnten die Walliser den Cup-Pokal bereits in die Höhe stemmen?

13 Mal

17 Mal

11 Mal

15 Mal

Zum Cup-Mythos gehören auch sensationelle Aussenseiter-Siege. Gegen wen verlor der FC St. Gallen 2005 im Sechzehntel-Final?

FC Le Mont

Red Star Zürich

FC Lengnau

FC Küssnacht

Wo findet der diesjährige Cupfinal statt?

St. Jakob-Park Basel

Stade de Genève in Lancy

Letzigrund, Zürich

Stade de Suisse in Bern

Wer ist Rekordsieger im Schweizer Cup?

Grasshoppers

FC Lausanne-Sport

FC Sion

FC Basel

Das komplette Gegenteil von Sion ist Neuchâtel Xamax. Noch nie konnten die Neuenburger den Schweizer Cup gewinnen. Wie oft standen sie aber bereits im Final?

4 Mal

5 Mal

8 Mal

13 Mal

Petanque-Profi

Gedränge beim Einlass, Sicherheits-Check, besoffene und grölende Fussballfans. Das behagt ihnen nicht wirklich. Während dem Cupfinal treffen sie sich lieber mit ihren Freunden zum gepflegten Petanque-Spiel.

Fan

Cupfinal? Und meine Mannschaft ist dabei? Cuuuuupfiiiinaaaaaal olé!!

Experte

Jeder Ballwechsel wird analysiert, jedes Resultat in ihrem fotografischen Gedächtnis abgespeichert. Sie sind der Cup-Experte schlechthin. Gratulation.

Für den Final werden den Zürchern mehr Spieler nicht zur Verfügung stehen als den Luganesi, deren Trainer Zdenek Zeman auf 20 Mann zurückgreifen kann. Bei Zürich fehlen die verletzten Armin Alesevic, Marco Schönbächler, Mike Kleiber und Goalie Yanick Brecher. Ungewiss ist die Verfügbarkeit der angeschlagenen Franck Etoundi, Leonardo Sanchez und Cédric Brunner.

Bei Lugano verbüsst Igor Djuric eine Sperre nach seiner Roten Karte aus dem Halbfinal in Luzern. Verletzt sind Marco Padalino und seit längerem der Goalgetter Antonini Culina. Der verletzt gewesene wichtige Innenverteidiger Niko Datkovic konnte zuletzt wieder trainieren. Ob es für einen Einsatz reicht, ist offen.