Europa League
Wieso die Londoner Lehrstunde dem FC Basel nur gut tun kann

Der FC Basel ist im Halbfinal der Europa League gegen Chelsea ausgeschieden. Mit anderen Worten: Der FC Basel hat versagt.

Etienne Wuillemin
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Fabian Schär nach dem Out im Europa League-Halbfinal.

Fabian Schär nach dem Out im Europa League-Halbfinal.

Keystone

Darf man das? Kritisieren nach dem Vorstoss unter die besten vier in einem internationalen Wettbewerb? Nach rauschenden Fussball-Nächten gegen Dnjepropetrowsk, Zenit St. Petersburg und Tottenham? Nach dem Out gegen den aktuellen Champions-League-Sieger? Natürlich! Die Kritik ist sogar zwingend.

Trainer Murat Yakin sagt Tschüss - zumindest für diese Saison.
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Das Ende: Die Basler verabschieden sich aus Europa.
Und schon wieder David Luiz: Wie schon in Basel schoss er auch in London das letzte Tor.
Basler Fans zünden leuchten - der Funken sprang nicht auf die Spieler.
Chelsea jubelt, Fabian Schär ist bitter enttäuscht.
Und nochmals Fabian Schär. Der Traum vom Final in der Europa League ist ausgeträumt.
«Maskenmann» Fernando Torres leitete den Basler Untergang ein. Er trifft in der 48. Minute zum zum Ausgleich.

Trainer Murat Yakin sagt Tschüss - zumindest für diese Saison.

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Der FCB ist auf dem besten Weg, eine feste Grösse im europäischen Fussball zu werden. Er sorgt dafür, dass der Schweizer Fussball anerkannt und nicht mehr belächelt wird. Deshalb ist es auch Zeit dafür, sich über ehrenvolle Niederlagen zu ärgern. Genauso überflüssig war die Diskussion, ob es ein Wunder braucht, damit es der FCB in den Final schafft. Natürlich nicht! Basel ist ausgeschieden, weil es in den entscheidenden Momenten zu wenig gut war, nicht weil ein Wunder ausblieb. In der Nachspielzeit des Hinspiels liess Yann Sommer ein unnötiges Tor zu. Im Rückspiel verlor der FCB nach der Pause plötzlich die Ordnung, reihte Fehlpass an Fehlpass.

Nach dem 2:2 im Viertelfinal-Hinspiel gegen Tottenham sagte Marco Streller, der Titel in der Europa League sei möglich. Es ist die richtige Einstellung. Nur wer sich ambitionierte Ziele setzt, kommt im (Fussballer-)Leben weiter. Vor einem Jahr wurde der FCB im Champions-League-Achtelfinal in München 0:7 gedemütigt. Jetzt musste er gegen Chelsea die nächste Lehrstunde antreten. Sie dauerte zehn Minuten, vom 1:0 zum 1:3, und sie kann nur gut tun. Denn der FCB wird daran wachsen.

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