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Weitere Unruhe bei Neuchâtel Xamax

Tschagajew macht sich nicht nur Freunde

Tschagajew macht sich nicht nur Freunde

Neuchâtel Xamax kommt nicht zur Ruhe. Bulat Tschagajew wütete offenbar in der Kabine, liess sich in den Verwaltungsrat wählen und zieht mehr und mehr den Ärger der Aktionäre und Fans auf sich.

Bei der ausserordentlichen Generalversammlung gestern Abend glänzte Tschagajew durch Abwesenheit. Der Tschetschene war nicht vor Ort, als er in den Verwaltungsrat gewählt wurde. Er bildet nun zusammen mit Präsident Islam Satujew das zweiköpfige Gremium. Olga Danese und Andrei Rudakow schieden dafür aus.

Bevor der Wechsel im Verwaltungsrat vollzogen werden konnte, war eine Statutenänderung nötig. Nachdem bisher einer der Verwaltungsräte zwingen Schweizer sein musste, genügt es neu, dass er seinen Wohnsitz in der Schweiz hat. Die rund 130 anwesenden Kleinaktionäre konnten auf die Abstimmungen keinen Einfluss nehmen. Tschagajew besitzt weitaus mehr als 50 Prozent der Klubanteile. Ihren Unmut über die Ereignisse der letzten Wochen brachten sie dafür mit Pfiffen und Buhrufen zum Ausdruck.

Tschagajew neuster Besuch in der Kabine

Dass Tschagajew auf die GV und damit auf den direkten Kontakt mit Fans verzichtete, dürfte auch an den Medienberichten vom Montag gelegen haben, die ihn einmal mehr in einem schlechten Bild erscheinen lassen hatten. "Le Matin" berichtete, dass der Xamax-Boss nach dem Spiel gegen Lausanne einen furchterregend Auftritt in der Kabine hatte. Begleitet von seinen Bodyguards soll er die Spieler in Angst und Schrecken versetzt haben. Vor allem Navarro, Bikana, Paito und Uche sollen sehr hart kritisiert worden sein.

Trainer Caparros, der sich vor einigen Tagen jegliche Einmischung in seinen Job verbeten hatte, versuchte offenbar zu beruhigen, bevor es zu Handgreiflichkeiten kommen konnte und musste danach mit seinem Staff in Tschagajews Büro antraben. Auch der Spanier soll dabei vom Tschetschenen übel beschimpft worden sein.

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