Barrage
Warum Manuel Akanji und Denis Zakaria die Zukunft der Nati sind

Spektakulär war der 1:0-Auswärtssieg der Nati in Nordirland nicht, dafür umso souveräner. Defensiv hat die Schweiz rein gar nichts zugelassen. Auch dank zwei Spielern, die neu in die Mannschaft gerückt sind und in die Startformation gehören: Manuel Akanji und Denis Zakaria.

Sandro Zappella
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Denis Zakaria hat die Übersicht.

Denis Zakaria hat die Übersicht.

Keystone

Vladimir Petkovic hat gestern mit der Aufstellung Mut bewiesen. Mit Steven Zuber, Denis Zakaria und Manuel Akanji hat er drei Spieler mit wenig Erfahrung für das kapitale Barrage-Hinspiel in Belfast in die Startaufstellung geholt und mit ihnen Freuler, Djourou und Mehmedi ersetzt.

Zuber bei seinem 7. Länderspiel, Zakaria beim 8. (das erste von Beginn an) und Akanji bei seiner dritten Partie für die Nati, zeigten gute bis sehr gute Leistungen. Sie haben nicht nur das Vertrauen zurückbezahlt, sie lassen Petkovic gar keine andere Wahl, als sie im Rückspiel am Sonntag wieder von Beginn weg aufzustellen.

Die Schweizer Startaufstellung mit Zakaria (Nr. 17), Akanji (5) und Zuber (14).

Die Schweizer Startaufstellung mit Zakaria (Nr. 17), Akanji (5) und Zuber (14).

Keystone

Obwohl auch Steven Zuber vorne viel Druck machte und ein sehr gutes Spiel absolvierte, soll der Fokus auf den beiden jüngsten Spielern von gestern Abend liegen: auf dem 22-jährigen Manuel Akanji und dem 20-jährigen Denis Zakaria. Wir haben die Stärken der beiden analysiert.

Manuel Akanji

Kopfballstärke

Gerade gegen Mannschaften wie Nordirland, deren Spiel primär auf lange Bälle und Standards ausgelegt ist, braucht es kopfballstarke Innenverteidiger. Der 1,87 Meter grosse Akanji ist nicht bloss wegen seiner Statur Kopfballstark, er hat auch ein hervorragendes Timing. Er hat zudem in der Luft eine gute Übersicht und schafft es meist, die Bälle überlegt zu Mitspielern oder zumindest aus der Gefahrenzone zu köpfen.

Stellungsspiel

Für seine 22 Jahre hat Akanji bereits ein sehr gutes Stellungsspiel. Gegen Nordirland das kaum Angriffe hatte, wurde Akanji zwar selten gefordert, holte aber dennoch viele Bälle ohne überhaupt in die Zweikämpfe zu müssen, weil er einfach gut stand und auch die langen Bälle richtig antizipierte.

Im dritten Nati-Spiel zum dritten Mal zu Null: Manuel Akanji.

Im dritten Nati-Spiel zum dritten Mal zu Null: Manuel Akanji.

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Ruhe

Kyle Lafferty, der praktisch ein Ein-Mann-Pressing praktizierte, war hauptsächlich auf Fabian Schär, der die bessere Spieleröffnung hat, ausgelegt. Das machte es Akanji sicher leichter, ein so souveränes Spiel abzuliefern. Der Verteidiger scheint aber ohnehin nie in den Stress zu kommen. Er wirkt am Ball extrem sicher.

Bisher spielte Akanji in der Nati in allen drei Spielen zu Null. Allerdings gegen die Färöer, Andorra und Nordirland. Ob er diese Ruhe auch unter Druck gegen stärkere Gegner behalten kann?

Denis Zakaria

Zweikampfstärke

Unglaublich, wie robust Denis Zakaria ist. Immer wieder schafft er es, seinen Körper zwischen Gegner und Ball zu bringen und sich so den Ball zu erobern. Auch wenn er manchmal noch etwas zu ungestüm zu Werke geht und dadurch (zu viele) Fouls verursacht. Auch wenn er nicht so gross wirkt, Zakaria misst 1,91 Meter. Das bringt ihm selbstverständlich Vorteile in den Kopfballduellen.

Fabian Frei und Denis Zakaria freuen sich über den 1:0-Sieg.

Fabian Frei und Denis Zakaria freuen sich über den 1:0-Sieg.

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Technik

Denis Zakaria kann seine Dynamik und Zweikampfstärke mit Technik verbinden. Kein Wunder, nennt er doch Patrick Vieira und Paul Pogba als Vorbilder, die einen sehr ähnlichen Spielstil haben, respektive hatten, wie der Schweizer. Zakaria hat eine gute erste Ballberührung und kann sich nicht selten damit schon viel Raum schaffen und auch mal mit einem Dribbling einen Gegner stehen lassen.

Übersicht

«Bringen hei!» Das versuchen Fussballtrainer ihren Junioren schon früh beizubringen. Den Ball nach Eroberung «nach Hause zu bringen», also den ersten Pass sicher zu spielen. Der 20-Jährige ist gedankenschnell und hat eine gute Übersicht. Er weiss meist schon bevor er den Ball hat, was er damit anstellen wird.

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