Challenge League
Warten auf die Arbeitsbewilligung: Das Wiler Trainerduo kehrte nach Polizeikontrolle in die Türkei zurück

Das neue Wil-Trainergespann Ugur Tütüneker und Necati Uzun hat die Schweiz vorläufig verlassen. Wegen fehlender Arbeitsbewilligungen dürfen die beiden noch nicht arbeiten – und daran haben sie sich gemäss Assistent Ercüment Sahin auch gehalten.

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Auf dem Trainingsgelände des FC Wil wurde am letzten Freitag das türkische Trainer-Duo Ugur Tütüneker/Necati Uzun von der Polizei abgeführt

Auf dem Trainingsgelände des FC Wil wurde am letzten Freitag das türkische Trainer-Duo Ugur Tütüneker/Necati Uzun von der Polizei abgeführt

KEYSTONE/GIAN EHRENZELLER

«Polizei nimmt Chef-Trainer und Assistent mit», titelte Blick.ch am Mittwoch. Und davon, dass die Challenge League schon vor dem Start ihren ersten Skandal habe. Der Grund für das Abführen des neuen FC-Wil-Coaches Ugur Tütüneker und dessen Assistenten Necati Uzun war eine Kontrolle der Arbeits- und Aufenthaltsbewilligungen der neuen türkischen Trainer-Crew – sowie des deutschen Sportchefs Roland Koch. Das Ganze spielte sich am Freitag, 24. Juni, während des Mannschaftstrainings ab, welches das Trainerduo von der Tribüne aus mitverfolgt hatte. Weder Tütüneker noch Uzun konnten die verlangten Papiere vorweisen.

«Die Geschichte im Blick ist übertrieben», versucht Assistenztrainer Ercüment Sahin die Wellen zu glätten. «Unser neuer Trainer stand wie üblich als Zuschauer auf den Zuschauerplätzen unseres Trainingsrasens.» Dann seien sechs Polizisten auf das Trainingsgelände gekommen und hätten sich zuerst nach seinen Papieren erkundigt, darauf nach jenen von Roland Koch, welcher das Training leitete, sowie jenen des neuen Trainergespanns. Dieses hatte seine Pässe im Hotel, wohin die Polizisten das Duo schliesslich begleiteten. Aus seiner Sicht, so Sahin, habe es sich dabei um eine Routinekontrolle gehandelt.

Bis auf weiteres ohne Trainerduo

Ercüment Sahin betont, dass weder Tütüneker noch Uzun bislang ein Training der Wiler geleitet und sich dementsprechend gekleidet hätten, weil sie dies ohne Bewilligung gar nicht dürften. «Das heisst, wir haben nichts Illegales getan.» Beim FC Wil ist man diesbezüglich ohnehin sensibilisiert. «Wil hatte ja dasselbe Problem bereits in der vergangenen Saison mit einem Assistenten, deshalb haben wir ganz besonders darauf geachtet», weiss der frühere Assistent des FC Aarau.

Nach dem Vorfall sind sowohl Tütüneker als auch Uzun in die Türkei zurückgereist. Das sei, so Sahin, ohnehin so geplant gewesen. Das Duo warte mit einer Rückkehr in die Schweiz zu, bis die Bewilligung da sei: «Damit laufen wir gar nicht erst Gefahr, dass ihre Präsenz missinterpretiert wird.» (nch)