«Es war das erwartet schwere Spiel gegen einen defensiv sehr gut geordneten Rivalen. Die Rumänen haben genau so gespielt, wie wir sie erwartet hatten. Wir mussten Geduld aufbringen, denn auf diesem Niveau erspielt man sich nicht viele Torchancen», meinte Basel-Trainer Thorsten Fink, der rund 30 Minuten nach Abpfiff mit einem strahlenden Lächeln den Presseraum im St. Jakob-Park betrat. «Vor fünf Wochen hätten wir ein solches Spiel nicht gewonnen. Wir haben aber in den letzten Matches sehr viel Vertrauen getankt und vor allem defensiv standen wir sehr gut. Wir haben dem Gegner, bis auf den Gegentreffer, keine Tormöglichkeit zugestanden», fuhr der Deutsche fort.

Ein Sonderlob verdiente sich Marco Streller, welcher von der Uefa zum «Man of the Match» gewählt wurde. «Wir wissen, wie laufstark Marco ist. Er war an beiden Toren massgeblich beteiligt. Er ist ein grosser Captain, der Verantwortung übernimmt», so Fink.

Weniger im Fokus stand während gut 80 Minuten Alex Frei. Doch als es galt, den Elfmeter zum siegbringenden Tor zu verwandeln, zeigte der Ex-Nationalteam-Captain keine Nerven. «Von der Tribüne ist es einfach zu glauben, dass man einen Penalty locker versenkt. Es zeigt die Erfahrung und Klasse von Alex, dass er in der Endphase den Foulelfmeter souverän verwandelt hat», erklärte Thorsten Fink.

Enttäuschter Rumänen-Trainer

Zehn Minuten vor Fink war ein sichtlich missmutig gestimmter Dorinel Munteanu (43) vor die Mikrophone getreten. «Wir mussten Lehrgeld bezahlen. Ich bin vom Resultat sehr enttäuscht, denn ein Unentschieden wäre möglich gewesen», so der Galati-Trainer.

Munteanu, der neun Jahre in der 1. Bundesliga beim VfL Wolfsburg und 1. FC Köln gespielt hatte, nuschelte in gutem Deutsch ins Mikrophon: «Wir sind mit viel Selbstvertrauen nach Basel gekommen. Wir wussten, dass der FC Basel erfahrene Spieler in seinen Reihen hat. Und diese sind fähig, in der Schlussphase auch einen Penalty herauszuholen», monierte der Rumäne.